Das Museum für Lieder des 20. Jahrhunderts wurde in einem entscheidenden Moment zwischen zwei Jahrhunderten im Stammhaus der Familie Fatjanow, im Zentrum von Wjasniki, eröffnet. Dieses Haus wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Ivan Nikolajewitsch Fatjanow, dem Vater von Alexei Fatjanow, erbaut.
Im Erdgeschoss des Hauses befand sich das Handelsunternehmen der Fatjanows, und im Obergeschoss das erste Heimkino der Stadt. Im Jahr 1918 wurde das Gebäude nationalisiert, und von 1922 bis 1929 lebte die Familie Fatjanow weiterhin in diesem Haus. Die Fassade des Gebäudes blickte auf den Sobornaya-Platz, wo sich das Ensemble der Kasaner Kathedrale befand. In diesen Jahren wurde das Haus zum Zentrum des kulturellen Lebens der Stadt. Später war die Familie Fatjanow gezwungen, die Stadt zu verlassen, und in der Sowjetzeit beherbergte das Haus verschiedene Einrichtungen: eine Bezirksbibliothek, ein Kulturhaus und eine Telefonzentrale. Einige Zeit lang war das Gebäude verfallen. Die Wiederherstellung des Hauses Fatjanow wurde zu einer Herzensangelegenheit für die Bewohner von Wjasniki. Eine Initiativegruppe von Kulturarbeitern, Heimatforschern und Historikern wurde gegründet, die den Namen Fatjanow schätzten. Auf Beschluss des Bürgermeisters wurde im restaurierten Gebäude das Museum für Lieder des 20. Jahrhunderts eröffnet.
Im Museum für Lieder gibt es ein Wohnzimmer, einen kleinen Saal, einen Gedenk- und einen großen Ausstellungsraum. Jährlich erweitert das Museum seine Bestände und erstellt Ausstellungen, die dem Liederschaffen Russlands im 20. Jahrhundert gewidmet sind. In seinen Sälen finden Treffen mit bekannten Künstlern, Konzerte, Festivals, Wettbewerbe und Präsentationen statt. Das Museum wurde zu Ehren der Liedkultur des russischen Volkes gegründet und sammelt Dokumente, die ruhmreiche Seiten der Geschichte der Liedkunst widerspiegeln. Es ist Mitglied der Vereinigung der Museen Russlands und der Vereinigung der Musikalischen Museen Russlands und offen für die Zusammenarbeit mit allen, die im Leben mit einem Lied unterwegs sind.
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