Das Museum „Häuschen der Nanny A.S. Puschkin“ wurde am 3. Juli 1974 eröffnet. Die Ausstellung wurde von Nina Ivanovna Granowskaja, der leitenden wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Allunionsmuseums A.S. Puschkin, erstellt. Die Hütte wurde der Familie von Arina Rodionowna von den Herren Gannibal und Puschkin im Jahr 1795 als Anerkennung für ihren guten Dienst überlassen. Hier lebte sie mit ihrem Mann und ihren Kindern, Egor, Nadezhda, Maria und Stefan, insgesamt drei Jahre. Später lebten ihre Nachkommen in der Hütte.
In den frühen 1950er Jahren erwarb Natalia Michailowna Nyrkowa das Häuschen. In Anerkennung seines historischen Wertes setzte sie sich für die Umwandlung in ein Museum ein. Die Hütte ist einzigartig, da ihr Alter über 200 Jahre beträgt. Von den originalen Elementen ist nur ein Deckenbalken erhalten geblieben, während der Boden, die Decke und das Dach im Zuge von drei Restaurierungen ersetzt wurden. Die Restaurierungsarbeiten wurden von der Leningrader regionalen wissenschaftlichen Restaurierungswerkstatt unter der Leitung des Architekten W.W. Ekk durchgeführt.
Die Ausstellung, die auf authentischen alten Materialien basiert, ist Arina Rodionowna gewidmet und rekreiert die Atmosphäre einer Bauernhütte des späten 18., frühen 19. Jahrhunderts, als die Nanny des großen Dichters hier lebte. Betritt man den Flur, tauchen die Besucher in eine märchenhafte Atmosphäre ein: Von der Decke hängen Besen, getrocknete Blumen und Heilkräuter, die die Hütte mit einem unverwechselbaren Duft erfüllen. Die Werkzeuge, Fortbewegungsmittel und die alte Truhe ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Über die hohe Schwelle tretend, gelangen die Gäste in die Stube, wo ein Viertel des Raumes von einem russischen Ofen eingenommen wird. In der roten Ecke steht das Ikone „Znamienie der Gottesmutter“ und ein Holztisch. Entlang der Wände stehen Bänke, an der Wand hängt eine Wiege. Auf der Truhe liegen das erste russische Bügeleisen, ein Nudelholz und ein Wäschebrett, und am Fenster stehen Spinnräder. An der Wand hängt ein rotes Sarafan und eine weiße Bluse, das Festtagskleid einer Leibeigenen. Daneben befindet sich eine Tasche, ein Sack, der der Überlieferung nach Arina Rodionowna gehörte.
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