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Moskauer städtische Meschtschanskaja Schule, Architekt A.N. Bakarev, M.D. Bykowzki

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Hinter den Kaluzhskij-Toren der Erdzitadelle befand sich im 18. Jahrhundert eine seltene, aber vielfältige Bebauung. An der Stelle des heutigen MISiS und der Bergbauuniversität lag bis 1771 ein tatarischer Friedhof, der dann geschlossen und verlegt wurde. Graf A.G. Orlow-Tschesmenski erwarb dieses Gebiet zusammen mit dem benachbarten Gut der Wolynskis. Bald darauf verkaufte er das Anwesen an seinen Verwandten D.N. Lopuchin. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts baute der Architekt A.N. Bakarev, ein Schüler von M.F. Kazakov, hier ein Herrenhaus im Stil seines Lehrers. Nach dem Tod von Lopuchin im Jahr 1809 ging das Anwesen an A.A. Orlowa-Tschesmenska über und wurde dann an die Familie Poltoratski verkauft. Im Jahr 1812 entging das Anwesen den Zerstörungen durch den Moskauer Brand und Plünderer. Der erste Ball nach der Vertreibung der Franzosen fand genau hier statt, und 1814 gab es einen noch grandioseren Ball zur Feier der Einnahme von Paris.

Im Jahr 1832 erwarb die Moskauer Kaufmannsgesellschaft das Grundstück, und hier wurde eine der Abteilungen des Andrejewski Kaufmannsheim eingerichtet. 1835 kaufte die Moskauer Meschtschanskaja Gesellschaft das Anwesen zur Gründung einer männlichen Meschtschanskaja Schule, wofür 1836 Anbauten vorgenommen wurden. Der Architekt M.D. Bykowzki, verantwortlich für soziale Einrichtungen in Moskau, baute hier das Gorichwostowskaja Heim und die Kirche der Lebendigen Dreifaltigkeit, die nicht erhalten geblieben sind. 1859 baute der Architekt P.S. Kampioni das Hauptgebäude auf, und 1863 errichtete der Architekt A.S. Nikitin ein Gebäude für die weibliche Meschtschanskaja Schule. Bis 1867 war das Gebiet von einem gusseisernen Zaun umgeben, und die Bauarbeiten wurden von A.S. Kaminski durchgeführt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden die Teiche auf dem Gelände zugeschüttet.

Die Ideen zur Gründung eines Berginstituts in Moskau entstanden bereits vor der Revolution. 1918 beschloss der Sowjetische Volkskommissariat die Gründung der Moskauer Bergakademie. 1930 wurde die Akademie in mehrere Hochschulen aufgeteilt, und ihr Nachfolger wurde das Berginstitut. Das Gebäude der ehemaligen Meschtschanskaja Schule wurde sowohl vor als auch nach dem Großen Vaterländischen Krieg für neue Bedürfnisse umgebaut. Hier arbeiteten die Architekten V.F. Krinski und A.M. Ruchljadev sowie B.M. Iofan, der das neue Erscheinungsbild des Instituts entwarf. Der Bau eines Gebäudes, das mit der MGU vergleichbar wäre, fand jedoch nicht statt.

Vor dem Eingang zum Berginstitut wurde ein Denkmal zum Gedenken an die Studenten und Dozenten errichtet, die an die Front gingen. Zu den Absolventen des Instituts gehören bekannte Persönlichkeiten wie der Fußballer Fedor Tscherenkow, der ehemalige stellvertretende Bürgermeister von Moskau Wladimir Resin und der Schauspieler Sergej Belogolowzew. Seit 2014 ist die Moskauer Staatliche Bergbauuniversität Teil der Nationalen Forschungs- und Technologischen Universität MISiS. Der hohe Erhaltungsgrad der historischen Struktur der Gebäude erfordert eine umfassende wissenschaftliche Restaurierung.

Geo-Punkt

Московское городское Мещанское училище, арх. А.Н.Бакарев, М.Д.Быковский

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