In den 1770er Jahren gehörte das Grundstück an der Ecke des Kusnezki-Brücke Graf I.I. Woronzow. Ende des 18. Jahrhunderts wurde sein umfangreicher Besitz, der sich von der Roschdestwenska bis zur Petrowska erstreckte, in mehrere Teile aufgeteilt, die an verschiedene Eigentümer übergingen. 1875 wurde dieses Grundstück Eigentum des Kaufmanns I.G. Firsanova und später seiner Tochter Wera Firsanova. In den Mitte der 1890er Jahre verkaufte sie es an die Moskauer Internationale Handelsbank, die von L.S. Poljakow gegründet wurde. Poljakow, bekannt als Konzessionär im Eisenbahnbau und Gründer mehrerer russischer Banken, begann mit dem Bau des Bankgebäudes an der Kusnezki-Brücke.
Der Architekt S.S. Eibushitz, mit Beteiligung des Ingenieurs W.G. Schuchow, der die Konstruktionen für den Operationssaal entworfen hatte, vollendete den Bau des Gebäudes im Jahr 1898. Es ist im Stil des römischen Barock ausgeführt, mit Radomski-Sandstein verkleidet und mit Zinkornamenten geschmückt. Das Gebäude ist günstig an der Biegung der Kusnezki-Brücke gelegen und schließt die Perspektive von der Neglinnaja-Straße ab. Ursprünglich befand sich über der Eckfassade ein kleiner Attika, der in den 1930er Jahren verloren ging.
Im Jahr 1901 wurde in einem der Räume des Gebäudes ein für Moskau ungewöhnliches Restaurant "Kvisisano" eröffnet, in dem Snacks und Getränke über Automaten gekauft wurden, ohne die Beteiligung von Kellnern.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschlechterte sich die finanzielle Lage Poljakows aufgrund der Krise. Eine Revision deckte millionenschwere Schulden seiner Unternehmen auf. Die Staatsbank gewährte ein großes Darlehen, um seine Banken vor dem Bankrott zu retten, aber Poljakow wurde von den Geschäften ausgeschlossen. Mehrere seiner Banken, einschließlich der Moskauer Internationalen Handelsbank, fusionierten zur Vereinigten Bank, die bis zur Revolution in dem Gebäude an der Ecke der Roschdestwenska untergebracht war.
In der Sowjetzeit befanden sich hier die Zentrale Sparkasse, die Internationale Bank für wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Wohnungsbaugesellschaft der UdSSR. Im dritten Stock war eine Zeit lang das Staatliche Institut für Kunstwissenschaft unter der Leitung von I.E. Grabar untergebracht.
Heute behält das Gebäude seinen Bankstatus und ist die Zentrale der Bank von Moskau.
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