Das Denkmal für Georges Lion und seine Lebensgefährtin Alexandra Rozhnova ist ein Werk des italienischen Meisters Guidi. Obwohl Georges Lion und Alexandra Rozhnova nie offiziell verheiratet waren, lebten sie ihr ganzes Leben in einer eheähnlichen Gemeinschaft. Lion arbeitete in einer Firma, die Materialien für den Bau der Transsibirischen Eisenbahn lieferte. Er starb vor Alexandra, hinterließ jedoch den Wunsch, dass sie zusammen beigesetzt werden. Das Denkmal wurde aufgrund des Mosaiks, das von dem herausragenden russischen Mosaikkünstler Frolov geschaffen wurde, zu einem regionalen Wahrzeichen.
Frolov ist bekannt für seine Arbeiten in der Auferstehungskathedrale und im Mausoleum sowie an den U-Bahn-Stationen Majakowskaja, Kiewskaja und Avtozavodskaja. Das letzte Mosaik schuf er im belagerten Leningrad im Jahr 1942, bevor er an Hunger starb. Das Mosaik am Denkmal ist ein vorrevolutionäres Werk, das aus Ural-Edelsteinen gefertigt wurde. Frolov malte die Steine nicht, sondern sammelte sie nach Farben, weshalb das Mosaik fast in perfektem Zustand erhalten blieb, obwohl an einigen Stellen Spuren missratener Restaurierung sichtbar sind.
Mosaikkünstler arbeiten normalerweise nach Skizzen, und Frolov war da keine Ausnahme. Sein Werk ist mit Trauerthemen verbunden und wird oft reproduziert. Es basiert auf dem Gemälde "Die Toteninsel" des deutschen Malers Böcklin, wo Charon eine Seele transportiert, die Licht ausstrahlt, während auf der anderen Seite Zypressen zu sehen sind, die im antiken Griechenland das Symbol für das Jenseits darstellen.
Frolov war so talentiert, dass er kinetische Malerei verwendete. Wenn man das Mosaik im Mondlicht betrachtet, kann man die Bewegung der Wellen erkennen. In den 90er Jahren kamen viele nachts auf den Friedhof, um dieses Wunder zu sehen, aber jetzt ist das nicht mehr möglich, da der Friedhof nachts geschlossen wird.
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