Das alte Gebäude in Nikolsk, Oblast Penza, hat eine reiche Geschichte. In verschiedenen Perioden befanden sich hier ein Kino, eine Sportschule und eine Gewerkschaft des örtlichen Glaswerks. Bis zur Revolution 1917 gehörte dieses Gebäude Alexander Obolenski, dem Besitzer eines großen Glas- und Kristallwerks, dessen Produkte sogar an den Kaiserhof geliefert wurden.
Nach den Ereignissen im Oktober 1917 emigrierten viele Industrielle, und im Haus blieb nur der alte Verwalter zurück. Genau zu dieser Zeit tauchten Informationen über unterirdische Gänge unter dem Haus auf, die aus 100 Galerien bestanden. 99 von ihnen wurden gefunden, aber der Standort der hundertsten bleibt ein Rätsel. Sie wurde bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts gesucht, da man annahm, dass dort Aristokraten ihre Schätze versteckt hatten, die sie nicht ins Ausland bringen konnten.
Mit den Katakomben sind gruselige Legenden verbunden, darunter die eines Geistes eines der ersten Besitzer des Werks, Alexei Bachmetjew. In den 30er Jahren, als hier ein Kino war, sollen etwa hundert Zuschauer seinen Geist gesehen haben. Die Zeitung „Roter Glasmacher“ berichtete über diesen Vorfall: Ein Mann in einer Paradeuniform mit goldenen Epauletten und einem Säbel ging über den Balkon und die Treppe hinunter, bevor er verschwand.
Nach dem Krieg entdeckten Bauarbeiter, die in der ehemaligen Kirche arbeiteten, die zu einem Getreidespeicher umgebaut worden war, unter dem Gebäude eine Grabstätte. In einem bleiernen Sarg fanden sie die Überreste eines Mannes in Paradeuniform, mit einem Degen, Ringen mit Diamanten und einem Stock. Obwohl das Fleisch verwest war, blieben die Uniform und die Kostbarkeiten erhalten. Die Überreste wurden nicht umgebettet, sondern in eine Schlucht geworfen. Seitdem glauben viele, dass es der Geist von Alexei Bachmetjew war, der durch das ehemalige Gut wanderte. So eine schöne und gruselige Legende. Gibt es in Ihrer Stadt ähnliche Orte?
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