Pjotr Arkadjewitsch Stolypin gilt als einer der herausragendsten Reformer in der Geschichte Russlands, und sein Name ist weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt. In seinem kurzen, aber ereignisreichen Leben hinterließ er ein gutes Andenken in verschiedenen Städten und unter vielen Völkern, einschließlich der Litauer. Die modernen Bewohner Litauens wissen, wo dieser große Umgestalter seinen Weg begann, und haben sein Andenken in ihrer Hauptstadt mit Freude verewigt. Im Dezember 2009 wurde in Vilnius eine Gedenktafel mit einem Relief, das Stolypin darstellt, angebracht. Sie wurde an der Wand eines alten Gebäudes in der Šv. Stepono Straße angebracht, wo der zukünftige Staatsmann lebte und an einem örtlichen Gymnasium studierte.
Die Initiative zur Anbringung der Gedenktafel ging nicht von russischer Seite aus, sondern von den Einheimischen. Der litauische Publizist Pranas Morkus fand dieses Haus und begann eine Kampagne zur Verewigung des Namens Stolypin in Vilnius. Die Genehmigung, die Mittelbeschaffung und die Herstellung der Relief-Tafel dauerten zehn Jahre, und die Eröffnung fand in feierlichem Rahmen statt. Bei der Zeremonie war der Vizebürgermeister von Vilnius anwesend, der die Bedeutung von Pjotr Arkadjewitsch und dieses Ereignisses für Litauen hervorhob. Auch der Enkel Stolypins war bei der Eröffnung anwesend und betonte die Liebe seines Vorfahren zu Litauen und dessen Wunsch, hierher zurückzukehren. So erfüllte sich der Traum Stolypins fast hundert Jahre nach seinem Tod.
Die Existenz dieser Gedenktafel in Litauen sagt viel aus. Es ist keine formale Beziehung zu einer historischen Persönlichkeit und kein bloßes Zeichen zum Jubiläum. Es ist eine aufrichtige Hommage an die Taten und Errungenschaften, die Stolypin in seinen 49 Lebensjahren vollbracht hat, und es ist die höchste Anerkennung seiner Verdienste, die Litauen ihm zollt.
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