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Lutheranische (Evangelische) Klinik

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Die Geschichte beginnt im Jahr 1895, als Mitglieder der deutschen lutherischen Gemeinde, die in der Nähe in der Vorontsovo-Feldstraße lebten, ein Grundstück erwarben. Sie finanzierten den Bau des Krankenhauses in den Jahren 1903-1904 nach den Plänen des Architekten Otto von Dessin. Trotz der lutherischen Zugehörigkeit nahm das Krankenhaus Patienten aller Glaubensrichtungen und Stände auf. Etwa die Hälfte der Patienten waren keine Lutheraner, und die meisten Ärzte waren Deutsche. Das Krankenhaus hatte eine Station und eine Ambulanz. In der Station gab es 101 Betten für Männer und Frauen, die alle Krankheiten außer Infektionskrankheiten behandelten. Bedürftige erhielten kostenlose Betten. Die Ambulanzabteilung nahm alle gegen eine Gebühr von 50 Kopeken für eine Konsultation auf. Es gab Abteilungen für Chirurgie, Erkrankungen von Nase, Hals und Ohren, Frauenheilkunde, Augenheilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Nerven- und Innere Medizin sowie Kinderheilkunde. Es gab auch ein Röntgenzimmer, was bis in die 1910er Jahre eine Seltenheit war.

Nach der Revolution behielt das Gebäude seinen medizinischen Zweck und beherbergte das therapeutisch-wissenschaftliche Institut für Berufskrankheiten, gegründet von W. Obuch, dem persönlichen Arzt Lenins und "Leiter des Gesundheitswesens der Hauptstadt". Später wurde das Institut in das Forschungsinstitut für Arbeitshygiene und Berufskrankheiten umbenannt. Zu Ehren von Obuch wurde 1954 die benachbarte Georgische Gasse in die Obuch-Gasse umbenannt. In den 1950er Jahren wurde das Gebäude vom Gehirninstitut besetzt, das als "Labor für die Erforschung des Gehirns von Lenin" im Haus von Igumnov in Jakimanka begann.

Heute behält das Gebäude seinen medizinischen Zweck: Die Hälfte wird vom Institut für Gehirnforschung der GUS RAN eingenommen, der andere Teil ist die Poliklinik der RAN. Im Inneren sind teilweise noch Interieurs erhalten, wie die Buntglasfenster und die schmiedeeisernen Treppengeländer. Die Dachumrandung ging in den sowjetischen Jahren verloren. Die Originalfenster wurden durch weiße Kunststofffenster ersetzt, die nicht dem Erscheinungsbild des Gebäudes entsprechen. An der Nordwand, die zur Vorontsovo-Feldstraße zeigt, sind die Spuren eines explodierten Granats sichtbar.

Im Jahr 1941 betrafen die deutschen Bombardierungen strategisch wichtiger Objekte, wie den Kursker Bahnhof, auch die umliegenden Viertel. Die Spuren der Granate am Gebäude des Krankenhauses sind ein einzigartiges Objekt, solche Spuren sind in Moskau nicht mehr erhalten geblieben.

Geo-Punkt

Лютеранская (Евангелическая) больница

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