Pfandhäuser sind bei mehreren Generationen von Stadtbewohnern beliebt. Obwohl es manchmal schwerfällt, sich von teuren und geliebten Dingen zu trennen, ist es manchmal aufgrund finanzieller Schwierigkeiten notwendig. In der vorrevolutionären Penza, als Geldmangel herrschte, wandten sich die Bewohner oft an das Pfandhaus in der Sbornaya-Straße 2.
Heute erinnert dieses Gebäude an Kulissen aus post-apokalyptischen Filmen, doch vor 100 Jahren beeindruckte es durch seine Massivität und Monumentalität. Der strenge Ziegelbau und die schlichte Dekoration wiesen darauf hin, dass hier eine große und seriöse Organisation ansässig war. Das Pfandhaus eröffnete in diesem Gebäude im Winter 1890, und sein ursprüngliches Stammkapital betrug nur 34.000 Rubel, was für die damalige Zeit nicht viel für Finanzinstitute war. Doch das Pfandhaus in der Sbornaya-Straße nahm schnell Fahrt auf. Am häufigsten brachten die Penzaer Uhren, Antiquitäten, teure Pelzprodukte, Phonographen und Nähmaschinen hierher. Vor dem Ersten Weltkrieg wurde die Anzahl der abgegebenen Nähmaschinen so groß, dass die Leitung deren Annahme verbot. Später trat dasselbe Problem auch bei Samowaren auf. Zu diesem Zeitpunkt operierte das Pfandhaus bereits mit Hunderttausenden von Rubel und wurde das wohlhabendste in der Provinz. Doch dieser Wohlstand endete nach Oktober 1917.
Die Penzaer kauften ihre Sachen nur ungern zurück und holten nur 10 % der verpfändeten Waren zurück. Den Rest verkaufte das Pfandhaus erfolgreich, was ihm ein erhebliches Einkommen einbrachte.
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