Das literarische Memorialmuseum von Jaroslav Hašek in Bugulma ist ein Haus-Museum, in dem der tschechische Schriftsteller Jaroslav Hašek, bekannt durch seinen Roman „Die Abenteuer des braven Soldaten Švejk“, im Jahr 1918 lebte und als Assistent des Stadtkommandanten arbeitete. Im Hof des Museums steht ein Denkmal für den Schriftsteller, und am Bahnsteig des Bahnhofs Bugulma wurde 2011 eine bronzene Skulptur des „Braven Soldaten Švejk“ aufgestellt.
Es ist eines von zwei Hašek-Museen weltweit, das andere befindet sich in Tschechien. Das Gebäude des Museums ist das einzige Denkmal von bundesweiter Bedeutung in Bugulma.
Das Haus, in dem sich das Museum befindet, wurde Ende des 19. Jahrhunderts von dem Kaufmann Nizheradze als Wohngebäude erbaut; im Jahr 1918 war hier die militärische Kommandantur untergebracht.
Jaroslav Hašek, ein tschechischer satirischer Schriftsteller, diente 1918 als Kommissar der Roten Armee.
Im Oktober 1918 wurde Hašek vom politischen Departement des Revolutionären Kriegsrates der 5. Armee an die Ostfront nach Bugulma geschickt und zum Assistenten des Militärkommandanten der Stadt, Ivan Dmitrijewitsch Schirokow, dem politischen Kommissar der roten Landwehrtruppe aus freiwilligen Bauern, ernannt.
Hašek kam am 15. Oktober 1918 in die Stadt. Sein Vorgesetzter war ständig an der Front, daher blieb Hašek in der Stadt. Nach 2,5 Monaten, kurz vor dem Neuen Jahr, fuhr er nach Ufa, wo er ab Januar 1919 Leiter der Druckerei der Zeitung „Unser Weg“ des politischen Departements der Front wurde.
Die Zeit, die er in Bugulma verbrachte, fand ihren Niederschlag in den „Bugulma-Geschichten“ des Schriftstellers.
Das Gebäude wurde für verschiedene Organisationen genutzt, und am 15. Januar 1966 wurde darin ein Museum eröffnet.
Die Ausstellung des Museums umfasst drei Säle und ein Gedenkzimmer. Dort sind Dokumente, Fotografien, Sammlungen von Geschichten und Werke des Schriftstellers in verschiedenen Sprachen sowie Souvenirs, die mit dem Namen des Schriftstellers und seinem literarischen Helden, dem braven Soldaten Švejk, verbunden sind, ausgestellt. Ein Teil der Ausstellung ist der Geschichte der Entstehung der „Bugulma-Geschichten“ gewidmet.
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