Im Juli 1867 hörte Ekaterinodar auf, eine Militärstadt zu sein, und wurde zivil, mit der Gründung der Stadtverordnetenversammlung.
Wassili Semjonowitsch Klimow leitete die kommunale Selbstverwaltung vom 15. Juli 1877 bis zum 11. März 1900. In dieser Zeit verwandelte sich Ekaterinodar von einer kleinen Staniza in ein industrielles und kulturelles Zentrum. Unter seiner Leitung begann man in der Stadt solide Ziegelgebäude zu errichten, eines davon war das Gebäude der Kubanischen Provinzverwaltung.
Am 22. April 1881 wurde der Vertrag für den Bau dieses Hauses abgeschlossen. Innerhalb von zwei Jahren entstand in der damals öden Roten Straße ein Ziegelhaus, das wie ein prächtiges Spielzeug aussah.
Die lokale Zeitung bemerkte:
"Ekaterinodar, das nicht mit kapitalen Bauwerken überflutet ist, hat sich in diesem Jahr mit einem großen zweigeschossigen Gebäude geschmückt. Die günstige Anordnung der Räume, die ihrem Zweck entspricht, und das schlichte, aber elegante Äußere machen dieses Gebäude zu einem der besten in der Stadt."
In diesem Gebäude war die Kubanische Provinzverwaltung 20 Jahre untergebracht. Hier wurden Erlass und Befehle des Militärs ausgegeben, die Verwaltung der Kosakenverbände und der auswärtigen Bevölkerung Kubans, die wie die Kosaken Landsteuern und Staniza-Pflichten trugen, durchgeführt.
Während dieser 20 Jahre mietete die Ekaterinodar-Verwaltung Räumlichkeiten, zog jedoch 1903 in ein eigenes Gebäude um, das bis zur Revolution genutzt wurde. Nach der Revolution, unter dem Namen "Kommunchos", bezog sie ein Haus in der Roten Straße 23, wo ein drittes Stockwerk hinzugefügt wurde. Heute befindet sich hier die Innenverwaltung von Krasnodar.
Ende des 19. Jahrhunderts, unter dem befehlenden Ataman J.D. Malame, wurde beschlossen, ein spezielles Gebäude für die Kubanische Provinzverwaltung zu errichten. Der Plan für das neue dreigeschossige Gebäude an der Ecke der Straßen Stabs (Komsomolskaja) und Raschpilewskaja wurde vom Militär genehmigt.
Der Bau nahm einen großen Teil des Blocks ein und wurde grandios. Die Fassade war mit 28 Fenstern mit ovalen und länglichen Säulen, drei Risaliten und einem Attik geschmückt. Der zentrale Risalit mit Balkon war mit dem Wappen der Kubanischen Region verziert. Das Gebäude, reich verziert mit Stuck, hinterließ den Eindruck eines majestätischen Bauwerks.
Revolutionen, Kriege und Bombardierungen umgingen das Gebäude der Kubanischen Provinzverwaltung, das vom Architekten I.K. Malgerb entworfen und vom Auftragnehmer I.D. Ancyferov gebaut wurde.
Über ein Jahrhundert alt, sieht es auch heute noch würdig aus und dient der Stadt, da sich hier jetzt das Entbindungsheim Nr. 4 befindet.
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