← Zum Feed · Karte

Roter, jetzt Bakuninscher, Brücke

Фото 1
Im April 1914 wurde in Moskau der Bau der neuen Roten Brücke abgeschlossen, die die alte Brücke ersetzte, die die Predtechenskaja-Straße, heute bekannt als Bakunins Straße, mit dem Stadtteil jenseits des Flusses verband. Diese Brücke wurde zu einem wichtigen Teil der städtischen Infrastruktur, da sich in ihrer Nähe früher eine Zollstelle befand, von der aus der Weg zur Stadt Gorodische begann. Die Geschichte dieses Stadtteils von Moskau ist reich an Ereignissen und Veränderungen, die hier im Laufe der Jahrhunderte stattfanden.

Die Bakunins Straße, früher Predtechenskaja genannt, verläuft durch das historische Viertel Pokrowskoje-Rubzowo. Dieses Viertel, das am rechten Ufer des Flusses Jauza liegt, hat tiefe Wurzeln, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Es wird erstmals 1573 als Besitz des Stalniks Protasij Wasiljewitsch Jurjew, der in der Opritschnina diente, erwähnt. Trotz der Anklage gegen Jurjew wegen Hochverrats und seiner anschließenden Hinrichtung blieb das Dorf im Besitz der Familie Jurjew. Später, zu Beginn des 17. Jahrhunderts, ging es in den Besitz der Zarenfamilie über und wurde Teil ihrer umfangreichen Ländereien.

Nach der Zeit der Wirren, die von 1598 bis 1613 dauerte, begann das Viertel Pokrowskoje-Rubzowo aktiv zu wachsen. Im Jahr 1615 wurde hier, in Anwesenheit von Zar Michael Fjodorowitsch, eine hölzerne Kirche zu Ehren des heiligen Nikolaus geweiht. Und im Jahr 1619, zum Gedenken an die Befreiung Moskaus von den polnischen Truppen, wurde die Steinkirche der Pokrowa der Heiligen Gottesmutter errichtet, die bis 1626 fertiggestellt wurde. Diese Ereignisse bezeugen die Bedeutung des Viertels in der Geschichte Moskaus und seine Rolle im religiösen und kulturellen Leben der Stadt.

Darüber hinaus befindet sich im Zentrum Moskaus der berühmte Gartenring, der ein kreisförmiges Straßensystem darstellt. Seine Länge beträgt 15,6 Kilometer, und die Breite variiert zwischen 60 und 70 Metern. Die Geschichte des Gartenrings beginnt im späten 16. Jahrhundert, als auf Befehl von Boris Godunow um Moskau ein Erdwall aufgeschüttet wurde. Dieser Wall, genannt „Skorodom“, war Teil der Verteidigungsanlagen der Stadt, die eine Eichenmauer und Türme umfassten. Im Laufe der Zeit verlor der Wall seine militärische Bedeutung und wurde Teil der städtischen Bebauung.

Somit wurde der Bau der Roten Brücke im Jahr 1914 zu einer logischen Fortsetzung der Entwicklung der städtischen Infrastruktur, die verschiedene historische Stadtteile Moskaus verbindet. Diese Geschichte veranschaulicht, wie städtische Architektur und Planung das Gedächtnis an die Vergangenheit bewahren können, während sie sich gleichzeitig an moderne Bedürfnisse anpassen.

Geo-Punkt

Красный, ныне Бакунинский, мост

Kommentare