Die Roten Kasernen, heute bekannt als Stadtpsychiatrisches Krankenhaus Nr. 3, befinden sich in Nowosibirsk in der Wladimirstraße 2. Nach dem Russisch-Japanischen Krieg von 1904-1905 entstand im Militärwesen des Russischen Kaiserreichs die Idee, "Militärstädte" entlang der Transsibirischen Eisenbahn zu schaffen, um Garnisonen unterzubringen. In Nowonikolajewsk, nahe dem Bahnhof und hinter den Bahngleisen, wurde ein militärischer Haltepunkt errichtet, der den Namen "Rote Kasernen" erhielt, dank der Gebäude aus rotem Ziegel.
In verschiedenen Perioden waren hier das Jenissei- und das Irkutsker Regiment, eine Kosakenhundertschaft und eine Begleitmannschaft untergebracht. Während des Bürgerkriegs von 1918-1919 befand sich hier der tschechoslowakische Korps. Ab 1919 wurden die Gebäude als Baracken für infektiöse Patienten genutzt. 1941 wurde auf dem Gelände ein teilweise aus Leningrad evakuierter Betrieb, bekannt als Lenin-Werk oder Postfach Nr. 105, untergebracht. Von 1945 bis 1952 war in den "Roten Kasernen" eine militärische Einheit der inneren Truppen des Innenministeriums stationiert.
Heute werden die Gebäude des militärischen Haltepunktes von medizinischen und administrativen Einrichtungen genutzt. Im Jahr 2009 gab es unbestätigte Informationen über eine mögliche Schließung der psychiatrischen Klinik in diesen historischen Gebäuden, aber das weitere Schicksal bleibt ungewiss.
Die meisten Gebäude sind zweigeschossig, mit sehr hohen Decken, die visuell etwa 5 Meter erreichen, und schmalen Räumen. Die Raumaufteilung ist flurartig. In einigen Gebäuden, so berichten Mitarbeiter des Krankenhauses, ist die originale Holzkanalisation erhalten geblieben.
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