Das Museum befindet sich in einem Holzhaus aus dem 19. Jahrhundert, das im Jugendstil mit gotischen Elementen gestaltet ist. Dieses Haus gehörte der Kaufmannswitwe Frida Zuckerma und galt als eines der besten in der Stadt. Im Jahr 1913 wurde das Gebäude vom Provinzarchitekten W. A. Sokolowski umgebaut. Im Jahr 1894 lebte hier der Gouverneur der Jenissei-Provinz L. K. Telyakovsky.
Nach der Revolution emigrierte die Familie Zuckerma, und das Gebäude wurde nationalisiert. Es beherbergte eine der ersten Kommunen in Krasnojarsk, dann ein Wohnheim für Piloten, und später wurde das Haus zu einem gewöhnlichen Wohngebäude.
Die Idee zur Gründung eines Literaturmuseums entstand 1946 nach der Eröffnung einer Zweigstelle des Schriftstellerverbands in Krasnojarsk. Das Konzept des Museums wurde von dem Philologen und Schriftsteller A. J. Gurevich entwickelt. Auf Initiative des Vorsitzenden des Schriftstellerverbands N. S. Ustinovich begann 1956 die Sammlung von Exponaten. Das Museum selbst wurde dank W. P. Astafjew gegründet und öffnete am 6. Juni 1997 nach einer zehnjährigen Restaurierung des Gebäudes.
Das Museum ist ausschließlich sibirischen Schriftstellern und der Literatur über Sibirien gewidmet. In seiner Sammlung befinden sich einzigartige bildliche und schriftliche Quellen, Dokumente, Fotografien, Plakate, Aushänge, Autographen von Schriftstellern und Dichtern des 19. und 20. Jahrhunderts sowie seltene Bücher und Zeitschriften aus dieser Zeit.
In der Bibliothek des Museums werden Bücher und Archive sibirischer Schriftsteller wie W. P. Astafjew, S. V. Sartakov, I. D. Roshdestvensky, N. S. Ustinovich, E. A. Akhadov, N. I. Mamin, P. P. Petrov, M. I. Oscharov, I. I. Panteleev, M. S. Perevozchikov, Z. J. Jakhnin, A. T. Tscherkassow, A. I. Tschmykhalo und anderer aufbewahrt.
Jährlich organisiert das Museum eine wissenschaftlich-praktische Konferenz für Schüler mit dem Titel „Sibirien rau und zart“.
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