Die erste Erwähnung des Baus des Anwesens stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Ein Archivplan aus dem Jahr 1821 dokumentiert die Brandschutzsituation. Der Hof befand sich im 1. Quartal des Rogoschski-Viertels unter der Nummer 81 und gehörte einer Moskauer Bürgerin, später der Frau des Kaufmanns Jekaterina Russinowa.
Im Jahr 1830 ging das Eigentum an den Kaufmannssohn Pawel Polkanow über. Laut dem Grundstücksplan von 1831 hatte sich der Komplex des Anwesens nicht wesentlich verändert.
Eine neue Bauphase des Anwesens fiel auf die 1880er und 1890er Jahre. Zu dieser Zeit war der tatsächliche Eigentümer Fedor Tatarinikow, bekannt für seine Geschäftstüchtigkeit und den Reichtum, den er mit Leinenprodukten erworben hatte. Er besaß Transportunternehmen in Moskau, St. Petersburg und im Wolgagebiet. An der Rekonstruktion des Anwesens war der Architekt Edmund Judizki beteiligt, der später zu einem der führenden Vertreter des Moskauer Jugendstils wurde. Die Tatarinikows besaßen das Anwesen von den 1880er Jahren bis zum Beginn der Sowjetzeit, als es 1917 nationalisiert wurde.
Im Jahr 1884 wurde an der Stelle eines abgerissenen hölzernen Wirtschaftsgebäudes, das entlang der Grjaznoy-Gasse lag und mit der Schmalseite zur Bolschoy-Drowjanoy-Gasse zeigte, ein einstöckiger Steinbau für den Stall und die Scheunen nach einem Entwurf von Nikolai Rosow errichtet. Das im Backsteinstil, der für den Eklektizismus charakteristisch ist, errichtete Gebäude entstand im Anwesen, als es der altgläubigen Kaufmannsfamilie Tatarinikow gehörte.
Trotz intensiver Nutzung hat sich das architektonische Erscheinungsbild des Stalls erhalten. In der Sowjetzeit wurden lediglich die Fensteröffnungen vergrößert, um die Beleuchtung im Inneren zu verbessern.
Die Restaurierung des Stalls und der Umzäunung mit Toren des Anwesens Tatarinikow wurde 2019 im Rahmen des städtischen Programms "1 Rubel pro Quadratmeter" abgeschlossen. Der wichtigste und schwierigste Schritt der Restaurierung war die Ausbesserung des Mauerwerks der Wände.
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