Unter den herausragenden Künstlern der russischen Oper nimmt Fedor Petrowitsch Komissarshiewski einen besonderen Platz ein, bekannt nicht nur als Sänger, sondern auch als Lehrer.
Geboren im Jahr 1838 in der Provinz Kiew, erinnert sein Leben an einen Krimi mit unerwarteten Wendungen. Obwohl einige Details seiner Biografie unbekannt bleiben, ist die Tatsache seines Studiums in Italien bestätigt. Interessanterweise sang Fedor Petrowitsch in Italien nicht nur in der Oper, sondern nahm auch an Kämpfen unter dem Kommando von Giuseppe Garibaldi teil. 1863 kehrte er nach Sankt Petersburg zurück und trat der italienischen Oper bei, wo er 17 Jahre arbeitete, bevor er 1880 ins Mariinski-Theater wechselte. Zu seinen Errungenschaften gehört die Darstellung der Rolle des Pseudodmitri in der Oper „Boris Godunow“.
1882 zog Komissarshiewski nach Moskau, wo er im Bolschoi-Theater zu arbeiten begann und an der Konservatorium unterrichtete. In Moskau setzte er nicht nur seine Karriere als Sänger und Lehrer fort, sondern half auch vielen zukünftigen Stars, indem er ihnen das Handwerk beibrachte. Außerdem versuchte er sich erfolgreich als Regisseur. Fedor Petrowitsch gründete die „Gesellschaft für Kunst und Literatur“ und eine musikalisch-dramatische Schule. Über dreißig Jahre arbeitete er in Russland, und dann, als ob er das Ende ahnte, kehrte er nach Italien zurück, wo seine Karriere begann.
Fedor Petrowitsch lebte 67 Jahre und starb am 14. März 1905. Er wurde in Rom auf dem Friedhof Testaccio beigesetzt. Der Name Komissarshiewski hallte in der Theaterwelt weiter durch seine Tochter Wera Komissarshiewska, die eine herausragende russische Schauspielerin wurde, und seinen Sohn Fedor Fedorowitsch Komissarshiewski, der nicht weniger talentierter Regisseur war.
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