Woroni, ein adeliges Dorf, das auf einer Anhöhe bei Teichen liegt, 21 Werst von Rostow entfernt. Hier gibt es neben dem Gut 25 Höhlen, 42 Einwohner und 53 Parzellen. Im Dorf befinden sich zwei Kirchen: eine steinerne kalte Kirche mit einer Kuppel, die der Heiligen Dreifaltigkeit gewidmet ist und 1811 von den Gemeindemitgliedern erbaut wurde. Der Glockenturm steht separat und ist durch einen Gang mit dem Kirchenschiff verbunden, der von Säulen gestützt wird, der jetzt zugemauert ist.
Die warme Kirche, ebenfalls mit einer Kuppel, die der Tolgaer Gottesmutter gewidmet ist, wurde 1768 erbaut und steht separat.
Vor diesen Kirchen gab es eine hölzerne Kirche, die an der Stelle des heutigen Gewächshauses stand, aber sie brannte 1808 nieder. Auf ihrem Friedhof errichteten die Besitzer des Dorfes, die Herren Leontjew, eine Kapelle an der Stelle, wo ihre Vorfahren begraben sind. In 250 Sazhen von der kalten Kirche, hinter dem Dreifaltigkeitsweiher, befindet sich ein anderer Friedhof, aber wann und von wem die hier stehende Kirche erbaut und zerstört wurde, ist unbekannt.
Wunderbare Ikonen gibt es in den Kirchen nicht, aber die Gemeindemitglieder verehren besonders das Bildnis der Tolgaer Gottesmutter in der warmen Kirche. Alte Manuskripte und Bücher gibt es nicht, aber unter dem Kirchengerät befindet sich ein achtzackiges silbervergoldetes Kreuz mit Reliquien der Heiligen Petrus von Alexandria, Evangelist Matthäus, Apostel Philippus und der Märtyrerin Barbara. Es ist unbekannt, seit wann das Kreuz hier aufbewahrt wird, aber wahrscheinlich wurde es aus der 1808 abgebrannten Kirche übertragen.
Zur Kirche des Dorfes gehören 36 Desjatinen Land, und die Gemeinde umfasst 6 Siedlungen.
Das Dorf erhielt seinen Namen, weil dieses Gebiet zu Beginn des 15. Jahrhunderts das Erbe des Fürsten Semjon Jurjewitsch Woron war, der es seiner Tochter Fürstin Paraskowja als Mitgift gab, die den Fürsten A. F. Goluboi heiratete.
Die Kuppel des Glockenturms wurde nach dem Hurrikan, der 1904 wütete, ersetzt.
Die Kirche wurde 1934 geschlossen und später zerstört, nur der Glockenturm blieb erhalten.
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