Am 14. Mai 2001 wurde in Borissoglebsk feierlich die Bildgalerie zu Ehren von P.I. Scholochow eröffnet. Dieses Ereignis war das Ergebnis jahrelanger Arbeit zur Schaffung einer Sammlung von Kunstwerken und der Erfahrung der Abteilung für bildende Kunst des Heimatmuseums.
Borissoglebsk spielte eine wichtige Rolle im Schicksal vieler talentierter Künstler, die von den Einheimischen stolz als ihre Landsleute angesehen werden. Zu ihnen gehören Meister wie A.P. Rjabuschkin, A.V. Kuprin, N.M. Tschernyschew und P.I. Scholochow.
Die künstlerischen Traditionen der Region haben tief verwurzelte Ursprünge. Noch vor der Revolution gab es in der Stadt ein Atelier, in dem junge Talente fundierte Kenntnisse erwarben.
Die Epoche im künstlerischen Leben von Borissoglebsk ist mit den Namen des Kunstwissenschaftlers M.V. Iljinski und des Künstlers L.S. Bednow verbunden, die nicht nur eine Generation von Meistern ausgebildet haben.
Am 5. November 1987 öffnete das Borissoglebsker Heimatmuseum seine Türen für die ersten Besucher in sieben kleinen, aber gemütlichen Ausstellungsräumen.
Die Ausstellungstätigkeit und gemeinsame Interessen vereinten Veteranen-Künstler wie J. Schdankin und S. Birjukow mit einer neuen Generation von Meistern, darunter A. Birjukow und N. Turjew, sowie alle Kunstliebhaber.
Mit der Zunahme der Sammlung entstand der Wunsch, eine Galerie in einem separaten Gebäude zu schaffen. Das Herrenhaus des Kaufmanns Poljakow, das 1910 erbaut wurde, eignete sich perfekt für dieses Ziel, da es harmonisch mit der umgebenden Natur verbunden ist.
Es gibt eine Legende, dass der Sohn des Kaufmanns Poljakow, der ein talentierter Architekt wurde, dieses Herrenhaus als Geschenk für seinen Vater zum Jubiläum baute, um seine Dankbarkeit für die Möglichkeit auszudrücken, seinem geliebten Beruf nachzugehen.
Die Ausstellung der Galerie sollte am besten mit dem Saal beginnen, der dem Schaffen von A.P. Rjabuschkin, N.M. Tschernyschew, A.V. Kuprin und I.I. Maschkow gewidmet ist.
Pjotr Iwanowitsch Scholochow wurde als „ältester Künstler Moskaus“ bezeichnet, aber sein Herz gehörte immer Borissoglebsk. In seinen Briefen dachte er oft über die Bedeutung seiner Heimatstadt für viele bekannte Künstler nach und träumte davon, ihre Werke hier zu präsentieren.
1982 schenkte Scholochow Borissoglebsk 70 seiner Arbeiten, was den Beginn der Schaffung der städtischen Bildgalerie markierte. Es begann eine mühsame Arbeit zur Bildung der Sammlung.
Scholochow, als Künstler und Pädagoge, war glücklich, für die Menschen zu leben und zu arbeiten. Alle Genres zogen ihn an: Landschaft, Stillleben, Interieur, Porträt. Die Werke des Meisters bilden Serien, die sich über Jahrzehnte erstrecken. In seinen Stillleben interessierten ihn alte Bücher, eine erloschene Kerze, verwelkte Blumen, nicht die offensichtliche Schönheit, sondern ihre verborgenen Erscheinungen.
Im Jahr 2000 wurde der Galerie der Name P.I. Scholochow mit Zustimmung dankbarer Landsleute verliehen.
Scholochow schuf eine lebendige Verbindung zwischen der Stadt seiner Kindheit und seinen Schülern, die Respekt und Liebe für die Heimat ihres Lehrers empfanden.
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