Im Jahr 1912 gründete der Heimatforscher Dmitri Semenowitsch Kargopow in Kansk das erste private Heimatmuseum, das auf seinen persönlichen Sammlungen basierte. Darunter befanden sich Materialien zur lokalen Archäologie, Paläontologie, Werke der russischen Kupferkunstguss, Ikonen, Faltikonen und Kreuze sowie Numismatik. Im Jahr 1922 wurde auf der Grundlage dieser Sammlungen das "Museum der lokalen Region" gegründet, das 6400 Objekte umfasste.
Im Jahr 2001 zog das Kansk Heimatmuseum in eines der schönsten Gebäude der Stadt in der Moskauer Straße um, wo sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Kino "Furor" befand. Heute umfasst der Bestand des Museums mehr als 30.000 Objekte. Die ethnografische Sammlung veranschaulicht eindrucksvoll die Geschichte von Kansk und dem Kansk-Bezirk. Die umfangreichste Sammlung des Museums ist die Sammlung schriftlicher Quellen, die Dokumente vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart sowie handschriftliche und alte Drucke umfasst. Im Bereich der bildenden Kunst ist eine einzigartige Sammlung von Grafik und Malerei vertreten. Besonders wertvoll sind die Kunstwerke, die nach der Schließung der Kirchen der Stadt und von Privatpersonen erworben wurden.
Das Museum verfügt auch über eine wissenschaftliche Bibliothek, die mehr als 5000 Bücher zur Geschichte Sibiriens, Geografie, Ethnografie, Archäologie, Kunst und Nachschlagewerke umfasst.
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