Die Verkündigungskirche in Charkow ist eine der ältesten in der Stadt. Ihre Geschichte ist eng mit der Gründung Charkows verbunden. Über die ersten hölzernen Bauwerke der Kirche gibt es nur wenige Informationen, und sie sind zufälliger Natur. Die Hauptquellen für Informationen über die Verkündigungskirche aus jener Zeit sind die "Kurjashsky Aufzeichnungen", "Metrische Bücher" und das "Verzeichnis der Kirche" von 1775.
Die erste Verkündigungskirche wurde spätestens 1655 erbaut, gleichzeitig mit anderen Tempeln der Stadt. Sie befand sich in einer Siedlung, die als Zalopan bekannt war, und war aus Holz, mit einem Priester und einer kleinen Gemeinde. Im Jahr 1720 erweiterte sich die Gemeinde, und es dienten bereits zwei Priester. Die Kirche brannte 1738 nieder, und an ihrer Stelle wurde eine neue Holzkirche erbaut, die eine Kopie der vorherigen war. 1789 begann der Bau einer Steinkirche, der 1794 nach dem Entwurf des Architekten P.A. Jaroslawskij abgeschlossen wurde.
Zu den Wohltätern der Kirche gehörten Oberstleutnant Michail Ivanowitsch Batezatul, die Hofrätin Anastasia Petrowna Dupina und der Kaufmann Michail Nechajew. 1836 begann der Umbau der Seitenaltäre, der 1839 dank der Bemühungen des Kaufmanns Alexander Dmitrijewitsch Skrypnik abgeschlossen wurde.
Im Jahr 1858 wurde die Kirche als steinerne mit drei Altären und einem Glockenturm beschrieben. 1887 wurde beschlossen, einen neuen Tempel zu bauen, und 1888 begann der Bau unter der Leitung des Architekten Michail Ivanowitsch Lowzow. Der neue Tempel wurde 1901 fertiggestellt und beeindruckte mit seinen Dimensionen und architektonischen Verzierungen.
Nach der Revolution von 1917 wurde die Geschichte der Kathedrale tragisch. 1930 wurde die Kathedrale geschlossen, und ihre Räumlichkeiten wurden für andere Zwecke genutzt. Sie wurde 1943 wiedereröffnet. 1948 wurden die Reliquien der Heiligen in die Kathedrale übertragen, und seit 1946 erhielt sie den Status einer Kathedrale. 1993 wurden die Reliquien des heiligen Märtyrers Alexander Petrowski in die Kathedrale hinzugefügt.
Die Kathedrale hat mehrere Unglücke überstanden, darunter Stürme und einen Brand im Jahr 1997, wurde jedoch dank der Bemühungen der Gläubigen wiederhergestellt. Heute ist die Heilige Verkündigungskathedrale ein wichtiger Teil des architektonischen und spirituellen Erbes Charkows.
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