Das Haus gehört zu dem komplexen Typ der zweireihigen Bauernbauten, die für die Provinz Kostroma charakteristisch sind, und zeichnet sich durch seinen prächtigen geschnitzten Dekor aus. Darin verbinden sich traditionelle Motive der Volksarchitektur mit Elementen der städtischen Barock- und Klassizismus-Architektur. Im Jahr 1972 wurde das Haus aus dem Dorf Waschkino im Chkalowski-Bezirk der Region Nischni Nowgorod, früher im Ujesd Jurjewetz der Provinz Kostroma, transportiert. Zu diesem Zeitpunkt war der Hof bereits zerstört. Die Restaurierung erfolgte nach dem Entwurf des Architekten W.S. Schaposchnikow in den Jahren 1973-1977.
Das Haus, in „oblo“ Technik gebaut und rechteckig im Grundriss, ist mit einem zweigeschossigen Schindeldach mit Traufen, Hühnern und Strömungen bedeckt. Die Giebel der Stirnfassaden sind mit Schindeln verkleidet. Im Inneren befinden sich zwei vierseitige Räume entlang der Längsachse: die Winterhütte vorne und die kalte Kammer hinten, zwischen ihnen liegen die Senn. An einer Seite sind die Senn und die Kammer durch einen niedrigeren Hof mit einem separaten zweigeschossigen Dach geschlossen, das sich mit der Banja verbindet. Die Malerhaftigkeit der Komposition wird durch das hängende Vordach vor dem Eingang zur Senn auf der gegenüberliegenden Seitenfassade betont. Die Hauptfassade der Hütte ist symmetrisch: ein vertikales rechteckiges Fenster in der Mitte und zwei horizontale Fenster auf den Seiten. Das zentrale Fenster ist mit einem Rahmen aus breiten Brettern umgeben, die mit Schnitzereien mit pflanzlichen Motiven verziert sind. Die Formen des Rahmens und des Sandriks sind dem Klassizismus entlehnt. Die Rahmen der Seitenfenster mit halbrunden Brüstungen und dreieckigen Sandriks erinnern an das Barock. Die Fenster der Kammer sind mit strengen Rahmen und profilierten Sandriks umgeben. Die Traufen und das Handtuch an der Hauptfassade sind mit aufgesetzten Schnitzereien verziert. Die Traufen unter den Dachüberständen sind mit dreieckig-ausgehöhlten Schnitzereien bedeckt. Der Hof an der Hauptfassade hat zweiflügelige bogenförmige Tore. Im Inneren wurde das Interieur eines typischen Bauernhauses nachgebildet.
In der Winterhütte ist ein Backofen aus Ziegeln mit Lehmverkleidung installiert, daneben befinden sich ein Golbec mit einer Treppe zum Untergeschoss und ein Ofenbrett. Entlang der Wände sind Bänke eingebaut, und über dem Eingang befinden sich Schlafböden. In der roten Ecke befindet sich ein Altar. In der Ecke der Senn wurde eine einläufige Treppe zum Dachboden angelegt. Im Wohnraum wurde Platz für einen dunklen Schrank geschaffen. Die grundlegenden Elemente der Ausstattung der Banja wurden wiederhergestellt.
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