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Die Iwangoroder Festung, westlicher Außenposten von Ivan III

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150 km von Sankt Petersburg entfernt, im Rajon Kingisepp am Ufer des Flusses Narva, befindet sich eine alte Festung mit malerischen Türmen. Seit dem 15. Jahrhundert schützte sie die westlichen Grenzen Russlands und ist heute Teil der Grenzzone zwischen Russland und Estland. Die Iwangoroder Festung erinnert an eine mittelalterliche Burg und zieht Touristen mit ihrer einzigartigen Lage und Geschichte an, trotz der Schwierigkeiten beim Besuch aufgrund der Grenzlage.

Im 15. Jahrhundert war es an den westlichen Grenzen Russlands, in der Nähe der Stadt Narva, wegen des Livländischen Staates, der die Gebiete des heutigen Estland und Lettland besetzte, unruhig. Ivan III. befahl den Bau einer mächtigen Festung und Stadt zum Schutz vor den Kreuzrittern.

Die Iwangoroder Festung wurde an einem leeren Ort erbaut, was den Bauherren erlaubte, sie frei zu planen. Sie wurde auf dem Jungfrauenberg errichtet, umgeben vom Fluss Narva, was sie fast uneinnehmbar machte. Der Abstand zwischen den Mauern und dem Wasser erlaubte es jedoch dem Feind, sich am Strand festzusetzen. 1496 eroberten die Schweden die Festung, zogen aber bald zurück. Danach wurde die Festung umgebaut.

Im Jahr 1502 wehrte die Festung erfolgreich einen Angriff der Livländer ab. Danach wurde sie erweitert und verstärkt. Im 16. Jahrhundert wurde die Iwangoroder Festung zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Russland und Europa, das den Handel und die politischen Beziehungen förderte.

Durch die russischen Angriffe verschwand Livland, aber an dessen Stelle traten die Schweden, die Iwangorod eroberten. Es gelang Fjodor Iwanowitsch, es zurückzuerobern. Im 17. Jahrhundert ging die Festung erneut an die Schweden, wurde aber 1704 von Peter I. wieder an Russland zurückgegeben.

1918 wurde die Festung von deutschen Truppen erobert, und 1944 zerstörten die Nationalsozialisten einen großen Teil der Festung. Heute sind die Ruinen der Mauern und Türme zugänglich.

Ein Besuch in Iwangorod lohnt sich wegen der alten Festungen und der Panoramablicke auf die Narva. In der Festung ist die Uspenski-Kirche aus dem 16. Jahrhundert erhalten geblieben, die in den 1990er Jahren restauriert und geweiht wurde. Außerdem gibt es hier die Nikolai-Kirche, die nur zweimal im Jahr besichtigt werden kann.

Trotz der Zerstörungen sind die Räume des Arsenals und der Kasernen erhalten geblieben. In der Festung gibt es ein Museum, in dem man Exponate zur Geschichte der Festung und zum Alltag der Bewohner sehen kann. Kindern werden die interaktiven Ausstellungen gefallen, die es ihnen ermöglichen, sich wie Archäologen zu fühlen.

Die Festung kann man selbstständig oder mit einer Führung besuchen, dafür benötigt man jedoch einen Reisepass mit Visum oder eine spezielle Genehmigung.

Geo-Punkt

Ивангородская крепость, западный форпост Ивана III

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