Im historischen Zentrum der Stadt Nikolsk steht ein zweigeschossiges Gebäude, in dem sich das historisch-memorielle Museum A.J. Jashins befindet. Dieses Herrenhaus, in das das Museum 1997 umzog, wurde 1835 von dem Kaufmann G.M. Leschukov erbaut. In verschiedenen Perioden waren hier die Präsidialstellen, die Schatzkammer, ein Kinderheim, die Infektionsabteilung des Krankenhauses, die Polizeiverwaltung, Zellen für Gefangene, Wohnwohnungen und eine Bank untergebracht.
Das historisch-memorielle Museum A.J. Jashins wurde 1989 auf der Grundlage zweier eigenständiger Museen eröffnet: des Heimatmuseums und des Gedenkmuseums. Der Reichtum der Sammlung des Museums spiegelt sich eindrucksvoll in der Ausstellung wider.
Besucher können die Geschichte der Kreisstadt durch Fotografien des Wologda-Fotografen I.I. Jakubov kennenlernen, die zwischen 1905 und 1909 aufgenommen wurden.
Im Jahr 1894 gab es in Nikolsk drei steinerne Kirchen, 375 Häuser, von denen vier aus Stein waren, eine geistliche Schule, ein weibliches Progymnasium, städtische und kirchliche Schulen, ein Waisenhaus, ein Krankenhaus, eine Brennerei und zwei Ziegelwerke. Die Einwohner beschäftigten sich mit Landwirtschaft, Handwerk und arbeiteten am Hafen. Nikolsk war für seinen Handel bekannt: von hier wurden Brot, Getreide, Holz, Flachs, Harz, Teer und andere Waren exportiert.
Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Nikolsker Bezirk zum Ort politischer Verbannung. Zu verschiedenen Zeiten wurden hier der Kritiker und Publizist N.V. Schchelgunow sowie der bekannte Reisende, Geograf und Ethnograf G.N. Potanin verbannt.
Ein kleiner Saal des Museums ist der orthodoxen Geschichte der Region gewidmet. Derzeit gibt es in Nikolsk eine Kirche, die Kazan-Kirche. Die Sretensky-Kathedrale aus dem 18. Jahrhundert, Zeitgenosse der Stadt, war einst ihr Zentrum und ihre Dominante, aber sie hatte ein schweres Schicksal: Das Gebäude brannte mehrmals ab.
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