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Riese an der Rojdestwenskaja

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Die Hauptstadtstraße, auf der sich die Moskauer Internationale Handelsbank befindet, hat einen interessanten Namen. Nur wenige wissen, dass die Geschichte dieses Gebäudes im fernen Jahr 1620 beginnt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnete in diesem monumentalen Bau ein einzigartiges Restaurant, das zum Lieblingsort wohlhabender Moskauer wurde.

Im 17. Jahrhundert gehörten die Ländereien an der Rojdestwenskaja dem Adligen Ivan Koltowski, der sein Eigentum der Kirche vermachte. Im Jahr 1638 gehörten diese Ländereien dem Pokrowski-Kloster in Susdal, und hundert Jahre später wurden sie Teil der Kirche von Joachim und Anna. In der Folge hatte das Anwesen in seiner Geschichte keine bedeutenden Ereignisse: Es wechselte von einem wohlhabenden Besitzer zum anderen und wurde mit neuen Gebäuden erweitert. Das Grundstück wurde in zwei Teile geteilt, auf denen zwei Gebäude, ein zweigeschossiges und ein dreigeschossiges, errichtet wurden.

Die damaligen Besitzer, der Kaufmann Michail Komarow und der Hofrat Zasezki, ließen Händler in die unteren Etagen. Hier befanden sich zu verschiedenen Zeiten Schuh-, Juwelier-, Tabak- und Blumenläden. Später wurden die Räumlichkeiten an Mieter vermietet.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Gebäude auf Bestellung des neuen Eigentümers, des Kaufmanns Ivan Firsanov, restauriert. Nach seinem Tod ging das Anwesen an seine Tochter Vera über. Im Jahr 1895 kauften die Eigentümer der Handelsbank, angeführt von dem Finanzier Lazar Poljakow, das Anwesen und beschlossen, an diesem Ort ein luxuriöses und prestigeträchtiges Gebäude zu errichten.

Der Architekt Semjon Eibuschitz wählte für das Projekt den Stil des Neurenaissances, inspiriert von der Bank des Heiligen Geistes in Italien. Tatsächlich ähneln sich die Gebäude sehr. Die Moskauer Bank wurde 1898 erbaut und fusionierte elf Jahre später mit der Vereinigten Bank.

Bald wurde das Gebäude durch das Restaurant mit dem ungewöhnlichen Namen „Kwisissano“ bekannt. Die Besucher waren erstaunt: Es gab keine Kellner, und Essen und Getränke wurden von Automaten ausgegeben. Man musste nur Münzen einwerfen, eine echte Sensation zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Von 1917 bis 1989 diente das Gebäude an der Rojdestwenskaja als Sparkasse, Institut und verschiedene Banken. Heute befindet sich in diesem majestätischen Gebäude ebenfalls eine Finanzorganisation.

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