Der Architekt N. N. Jewski wurde 1740 im Dorf Grjasi im Lipetsk-Ujesd der Tambow-Gouvernement geboren, das sich heute innerhalb der Stadtgrenzen von Grjasi befindet, in einer Adelsfamilie.
In den Jahren 1753 und 1759 studierte er an der bekannten Architekturschule von D. W. Uchtomski in Moskau.
Von 1754 bis 1771 arbeitete N. N. Jewski in Moskau, diente in der "Kommission für den Steinbau von Sankt Petersburg und Moskau" und im Hofintendantenbüro. Unter der Leitung von W. I. Baschenow war er an der Planung des Kremlpalastes und der Erstellung seines Modells beteiligt.
Im Jahr 1771, mit dem Titel "Kollegialassessor im Rang eines Landmajors", trat N. N. Jewski in den Ruhestand und ließ sich im Dorf Grjasi nieder.
Im Jahr 1773 kehrte er nach dem Brand in Woronesch am 10. August 1773 in den Dienst zurück und entwickelte ein Projekt zur Wiederherstellung der Stadt. Nach der Überarbeitung durch den Petersburger Architekten I. E. Starow wurde der Generalplan für Woronesch am 11. März 1774 von Katharina II. genehmigt.
In den Jahren 1773 und 1775 arbeitete N. N. Jewski als Architekt in Woronesch auf Anstellung und wurde dann zum Gouvernementsarchitekten. Er war der erste Architekt von Woronesch und verantwortlich für die Planung neuer Straßen, die Erweiterung und Begradigung alter Straßen sowie für die Erteilung von Genehmigungen und Plänen für den Bau und die Umgestaltung von Häusern.
In den Jahren 1777-1778 entwickelte er Musterprojekte für die Landratsämter, wie das Büro, die Schatzkammer und das Lager, für die Städte der Gouvernements Woronesch.
N. N. Jewski arbeitete im Barockstil, und nach seinen Entwürfen wurden in Woronesch mehrere staatliche und private Gebäude errichtet. Dazu gehören das Haus des Gouverneurs Generalleutnant I. A. Potapow (um 1780), das Herrenhaus des Statthalters E. A. Scherbinin (1782, nicht erhalten), ein steinernes Geschäft für Salz und eine Soldatenschule (1776), die "große Reihe" aus 255 steinernen Läden (1779), das Haus des Apothekers Zeger, das nach einem "Muster"-Projekt gebaut wurde (1779).
Seit 1781 war N. N. Jewski Assessor der Gouvernementskammer des Strafgerichts. Im selben Jahr nahm er an der Grenzziehung der Gouvernements Tula, Rjasan und Woronesch sowie an der Erstellung von topografischen Karten teil.
N. N. Jewski starb am 12. März 1797 in Woronesch.
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