Das Museum wurde 1991 auf Initiative der Einwohner von Karsun mit Unterstützung des Leiters der Kulturabteilung des Bezirks, V.A. Chorev, und der ersten Museumsdirektorin G.E. Krasilnikova gegründet.
Das Museum befindet sich im Gebäude der ehemaligen Karsuner Landverwaltung, das ein Denkmal der Geschichte und Kultur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist. Dieses zweigeschossige Steingebäude wurde 1901 nach den Plänen des Zivilingenieurs Viktor Ludwigowitsch Ivanowski im Moskauer russischen Stil errichtet. Das Gebäude zeichnet sich durch die originelle dekorative Gestaltung der Fenster und das stilisierte Dach aus. Im Inneren sind die Decken mit Stuck verziert, und die Böden im zweiten Stock sind mit Ahornparkett ausgelegt. Das Gebäude wurde am 20. September 1901 eröffnet und diente nacheinander als Bezirkslandverwaltung, Rat der Arbeiter- und Soldatendeputierten und Bezirkskomitee der Partei. Derzeit befindet sich hier neben dem Museum auch die Kinderkunstschule namens A. Plastow. Seit dem Bau wurden keine umfassenden Renovierungen durchgeführt, es fanden lediglich kosmetische Arbeiten statt. Seit 1990 ist das Gebäude im Register der historischen Denkmäler der RSFSR eingetragen.
Das Museum nimmt das zweite Obergeschoss des Gebäudes ein und umfasst mehrere Ausstellungen: Im großen Ausstellungsraum befindet sich eine Gemäldegalerie, im braunen Raum werden permanente und temporäre Ausstellungen zur Geschichte von Karsun von 1905 bis 1990 präsentiert. Der grüne Raum ist der Geschichte der Gründung der Festungsstadt Karsun bis 1905 gewidmet, während der ovale Raum über J.G. Samsonov berichtet. Im Familienmuseumssaal finden wechselnde Ausstellungen aus dem Archiv statt, die den Familien des Dorfes Karsun gewidmet sind, und auf zwei Treppenpodesten finden kleine Kunstausstellungen statt.
Am 1. Januar 2011 zählte das Museum 15.273 Objekte im Bestand. Die Hauptthemen der wissenschaftlichen, sammelnden und ausstellenden Arbeit umfassen: „Das Leben im Karsuner Bezirk während des Großen Vaterländischen Krieges“, „Der Beitrag der Karsuner zum Sieg im Zweiten Weltkrieg“, „Aus der Geschichte der Karsuner Familien“, Familienarchive und Kunstausstellungen.
Im Museum werden Führungen, Vorträge, Treffen, runde Tische, Gespräche sowie die Annahme von Dokumenten für das Archiv durchgeführt. Es nimmt an regionalen, überregionalen und interregionalen kulturellen Aktionen und Veranstaltungen teil. Beispielsweise wurde gemeinsam mit der Redaktion der Zeitung „Karsuner Nachrichten“ eine wissenschaftliche Forschungsarbeit zum Thema „Niemand ist vergessen, nichts ist vergessen. Briefe von der Front“ durchgeführt. Außerdem wurde eine innovative Plattform, ein Museum auf Rädern, eröffnet, das Kriegs- und Arbeitsbehinderten, Hinterbliebenen von Soldaten, Veteranen der pädagogischen Arbeit und Kriegskindern zu Hause besucht und individuelle Ausstellungen und Gespräche anbietet.
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