Die Kunstgalerie wurde 1996 im Gebäude der Stadtverwaltung eröffnet, das ein Denkmal der Architektur des frühen 19. Jahrhunderts darstellt.
In der Galerie sind Werke der russischen und westeuropäischen Malerei des 17. und frühen 20. Jahrhunderts sowie Sammlungen von Kunstmöbeln und angewandter Kunst aus Bronze, Marmor, Keramik, Porzellan und Glas zu sehen.
Die Grundlage der künstlerischen Sammlung des Museums bildet die Sammlung der Grafen Uwarow, die 1918 aus ihrem Anwesen in Karatscharowo, nahe Murom, an das Museum übergeben wurde. Alexei Sergejewitsch und Praskowja Sergejewna Uwarow, bekannte russische Archäologen, waren Kenner und Liebhaber der Kunst, was sich in der einzigartigen Zusammensetzung ihrer Familiensammlung widerspiegelt.
Die Ausstellung beginnt mit einer Reihe von Familienporträts. In einem prächtigen ovalen Rahmen ist das Porträt von P.S. Uwarowa, geborene Fürstin Schtscherbatowa, zu sehen, das von N.E. Ratschkow geschaffen wurde. In ihrem Bild lässt sich das innere Glühen des Gedankens und die Aufregung der Seele erahnen. Daneben befindet sich das Porträt ihres Schwiegervaters, Sergej Semjonowitsch Uwarow, gemalt von V.A. Golike im Jahr 1833. Er war ein gebildeter Mann, Kenner der antiken Poesie und Geschichte. Auch das Porträt von Natalja Kirillowna Sagrjaskaja, geschaffen von einem unbekannten Meister, ist vertreten. Sie war mit A.S. Puschkin bekannt, und seiner Aussage nach wurde im Bild der Gräfin aus „Die Pique Dame“ viel von Sagrjaskaja übernommen. Das Porträt von Maria Antonowna Naryschkina, gemalt von S. Tonchi, strahlt einen besonderen Charme aus. Ihre Schönheit erschien Zeitgenossen als unmöglich und unnatürlich. Auch das „Porträt einer Unbekannten“ aus dem 18. Jahrhundert, geschaffen von einem unbekannten Meister, ist in der Ausstellung zu sehen. Die Besucher können auch andere Porträts sehen, die Persönlichkeiten der russischen Geschichte darstellen.
Westeuropäische Kunst verschiedener Schulen, wie der italienischen, spanischen, französischen, holländischen und deutschen, ist durch Werke von Meistern wie Domenico Tiepolo, Lorenzo Quaglio, Adam Eugène, David Teniers und anderen vertreten. Auch die russische Kunst nimmt einen wichtigen Platz ein. Besonders auffällig ist die Bleistiftskizze von K.P. Brjullow zum Gemälde „Der letzte Tag von Pompeji“, die dem endgültigen Exemplar im Staatlichen Russischen Museum nahekommt. Das Schaffen von I.I. Schischkin wird durch grafische Arbeiten „Der Wald“ und „Herde im Wald“ repräsentiert. Auch die Aquarelle von A.K. Sawrassow „Schweizersee“ und die Studie „Mondnacht“ sind zu sehen. In der Ausstellung sind Werke von Schülern A.K. Sawrassows vertreten, wie „Abendlandschaft“ von K. Korowin und „Landschaft mit Störchen“ von S. Swetoslawski. Das Schaffen von W.D. Polenow wird durch Studien „Am Ufer des Nils“, „Nilarm“, „Epirus“ und das große Gemälde „Träume“ repräsentiert. Ein besonderer Platz in der Sammlung nimmt die autorisierte Wiederholung des Gemäldes von A.E. Archipow „An der Oka“ ein.
Die Innenräume der Galerieräume sind mit Möbeln des 18. und 19. Jahrhunderts im Barock-, Rokoko- und russischen Jakob-Stil geschmückt. In den Vitrinen sind Geschirr aus Glas und Kristall westlicher und russischer Produktion des 18. und 19. Jahrhunderts ausgestellt.
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