Die Gemeinde des Dorfes Rjabtschi lag in einem tiefgelegenen Gebiet mit vielen Tälern und Sümpfen, am Fluss Belizna, der durch das Dorf floss. Sie befand sich 225 Werst von Orjol und 85 Werst von Brjansk entfernt. Der Boden in dieser Gegend war lehmig und unfruchtbar. Die Gemeinde umfasste das Dorf Rjabtschi selbst und fünf Dörfer: Budy, Peklino, Tjutschewa Sloboda, Nowoselje und Setinka. Die Bewohner der Gemeinde waren Bauern, die sich mit Landwirtschaft beschäftigten, aber aufgrund des armen Bodens mussten sie nach anderen Einkommensquellen suchen. Insgesamt gab es in der Gemeinde 2005 Männer und 2347 Frauen.
Bis 1822 gehörte das Dorf Rjabtschi zur Gemeinde des Dorfes Golubeja, das 12 Werst entfernt lag. Diese Entfernung erschwerte die Kommunikation zwischen dem Priester und den Gemeindemitgliedern. Der Grundbesitzer Jewgraf Alexejewitsch Demidow beschloss, eine Kirche in Rjabtschi zu bauen, um eine eigene Gemeinde zu schaffen. 1819 wandte er sich mit einer Bitte an die Diözesanbehörde, und nach drei Jahren wurde der Bau der Kirche abgeschlossen. Am 19. November 1822 weihte der Archimandrit Awrosij aus dem Brjansk Swenski Kloster die Kirche mit der Segnung des Bischofs Gawriil. Die Kirche war der Einführung der Heiligen Jungfrau Maria gewidmet.
1827 stellte Anna Alexejewna, die Frau Demidows, Mittel für den Bau eines warmen Seitenaltars zur Verfügung. Der Altar zu Ehren des heiligen Sergius von Radonesch wurde aus Stein gebaut und am 2. September 1829 von Bischof Nikodim geweiht. Der Glockenturm der Kirche war ebenfalls aus Stein.
Ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte des Dorfes war der Besuch von Alexander I. in Rjabtschi am 7. und 8. Juli 1823, als er an der Liturgie in der Einführungskirche teilnahm. In der Gemeinde gab es zwei Schulen: eine Land- und eine Kirchenschule. Das Kirchenland umfasste 138 Desjatinen. Im Gottesdienst wirkten ein Priester, ein Diakon und ein Psalmodiker.
Die Kirche wurde während des Großen Vaterländischen Krieges zerstört, und an ihrer Stelle steht jetzt ein hölzernes Kreuz.
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