Im historischen Zentrum Moskaus befinden sich viele alte Kirchen, doch nicht jeder kennt ihre Geschichte, die bis in die Tiefen der Jahrhunderte reicht. Direkt an der U-Bahn-Station Kitai-Gorod steht die schöne Kirche Allerheiligen auf den Kulischki, die zwischen 1687 und 1889 erbaut wurde, doch ihre Geschichte begann viel früher. Es ist schwer vorstellbar, aber die erste hölzerne Kirche an diesem Ort entstand bereits im Jahr 1380 und diente als Friedhofskirche. Sie wurde zum Gedenken an die Helden der Schlacht von Kulikowo errichtet, die hier begraben liegen.
Der Name der Kirche wirft viele Fragen auf. Es gibt mehrere Theorien über seine Herkunft, aber die am weitesten verbreitete Erklärung besagt, dass die Kirche als eine der am weitesten vom Kreml entfernten galt. Andere Versionen, wie „bei Teufel auf den Kulischki“, entstanden später und beziehen sich auf das Iwanowski-Kloster, nicht auf die Kirche Allerheiligen.
Die erste steinerne Kirche Allerheiligen auf den Kulischki wurde 1488 erbaut, zuvor standen an diesem Ort nur hölzerne Kirchen. Im Laufe der Zeit wurde die steinerne Kirche baufällig, und es wurde beschlossen, eine geräumigere Kirche im Stil des Moskauer Barocks zu errichten, der zu jener Zeit populär war. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass ein erheblicher Teil der Kirche bereits unter Boris Godunow erbaut wurde, während der Rest in den offiziell angegebenen Jahren fertiggestellt wurde. Es ist bekannt, dass unter der Kirche ein älterer Teil des Nekropole erhalten geblieben ist.
Nach dem Kommen der sowjetischen Macht wurde die Kirche geschlossen und für Verhöre genutzt, hier wurden Menschen gefoltert und getötet. In den 90er Jahren, als der Kirchenkeller geöffnet wurde, fand man die Leichen der Gemarterten, und zur Erinnerung daran wurde ein Kreuz aufgestellt. Seitdem kommen die Menschen hierher, um für die Opfer der Repressionen und der modernen Gefangenen zu beten. Die Kirche konnte dank ihrer Verbindung zur Schlacht von Kulikowo erhalten werden, und 1975 wurde sie an ein Museum übergeben, wonach sie restauriert wurde. 1991 wurde die Kirche den Gläubigen zurückgegeben, und seitdem finden dort Gottesdienste statt.
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