Die Kirche wurde 1783 unter der Leitung des Bauleiters Serapion errichtet und von dem Hochwürdigsten Damaskin geweiht. Besonders bemerkenswert sind die Bilder des Jüngsten Gerichts und aller Heiligen, die mit Ölfarben gemalt wurden und die gesamte Westwand einnehmen. Über eine steinerne Treppe konnten Pilger in den über den Heiligen Toren gelegenen Tempel aufsteigen und die Aussicht auf das gesamte Kloster genießen.
Die Klosterbibliothek mit Archiv befand sich in einem speziellen Raum unter dem Glockenturm der Kathedrale, im zweiten Stock, und enthielt 570 Bände von liturgischen und erbaulichen Büchern, sowohl alte als auch neue Ausgaben. Die gedruckten Bücher des 17. Jahrhunderts waren rar, ihre Anzahl überschritt nicht hundert. In der Bibliothek wurden auch etwa hundert sehr alte Bücher ohne Titelblätter aufbewahrt, was die Bestimmung ihres Erscheinungsjahres erschwerte. Über dreihundert Bücher gehörten zum 18. Jahrhundert, die übrigen zum 19. Jahrhundert. Unter der liturgischen Literatur stach das große Gebetbuch des Metropoliten Peter (Mogila) hervor, nach dem die Gottesdienste abgehalten wurden. In der Bibliothek gab es viele Bücher mit geistlichem und erbaulichem Inhalt. Auch Manuskripte wurden aufbewahrt, darunter handschriftlich verfasste Bücher des Alten Athanasius (Zacharov) und des Alten Paisius (Velichkovsky), die später an die Orlower historische und archäologische Gesellschaft übergeben wurden, sowie die „Zelle-Notizen des Hochwürdigsten Jeremias, geboren im Bezirk Sewsk, verstorben und begraben in Nischni Nowgorod“. Aktuelle Dokumente und Angelegenheiten des Klosters, sorgfältig nach Jahren sortiert, wurden im Archiv auf Regalen in separaten Bündeln aufbewahrt.
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