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Kirche der Himmelfahrt der Heiligen Gottesmutter auf dem Olšany-Friedhof

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Einer der ältesten orthodoxen Kirchen in Prag ist die Kirche der Himmelfahrt der Heiligen Gottesmutter, die in den 1920er Jahren von russischen Weißemigranten auf dem bekannten Olšany-Friedhof errichtet wurde. Die Grundsteinlegung der Kirche fand am 11. September 1924 unter der Leitung von Bischof Sergius (Korolev) statt. Das Projekt im nicht-russischen Stil wurde kostenlos von Professor Brandt mit Unterstützung der Architekturstudenten Pashkovski und Baron Klodt, die bedeutende Vertreter der russischen Emigration waren, entwickelt. Die Organisation und Umsetzung des Baus übernahm die „Himmelfahrtsbruderschaft“.

Die Mittel für den Bau der Kirche wurden weltweit gesammelt. Ursprünglich war geplant, eine kleine Kapelle zu errichten, aber die gesammelten Mittel reichten für eine vollwertige Kirche. Bedeutende Hilfe leisteten der erste Premierminister der Tschechoslowakei, Karel Kramář, und seine russische Frau Nadezhda Nikolaevna Kludova, die nicht nur persönliche Spenden leisteten, sondern auch die Sammlung von Mitteln organisierten. Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen blieb ebenfalls nicht untätig: Der königliche Inspektor für Kriegsgräber, Priester Crvchanin, wandte sich um finanzielle Unterstützung an die Regierung seines Landes und erhielt diese.

Die administrative und technische Durchführung des Baus übernahmen kostenlos die Ingenieure Mirkovich, Velichkin und Nakhodkin. Am Bau beteiligten sich sowohl Studenten als auch Vertreter verschiedener sozialer Gruppen. Fünf Glocken wurden von König Alexander I. Karađorđević, der Familie Kramář, russischen Emigranten in der Tschechoslowakei, Metropolit Evlogy (Georgievsky) und Bischof Sergius gestiftet. Die Entwürfe und Malereien der Kirche schuf der herausragende russische Künstler Bilibin. Die Kirche wurde am 22. November 1925 geweiht.

Im Keller der Kirche wurde eine Krypta eingerichtet, in der viele bekannte Persönlichkeiten ruhen, darunter der erste Premierminister der Tschechoslowakei Karel Kramář mit seiner Frau, Akademiker Kondakov, General T. A. Semerninov, die Generäle S. A. Voronin, Shilling, die Professoren S. S. Grudzev, F. A. Shcherbina und andere. Hier ist auch der Ingenieur Ipatiev beigesetzt, in dessen Haus in Jekaterinburg die Familie des letzten russischen Kaisers Nikolaus II. erschossen wurde.

Heute finden in der Kirche täglich Gottesdienste statt, und an Gedenktagen versammeln sich hier die Nachkommen der russischen Emigranten und es werden Seelenmessen abgehalten.

Geo-Punkt

Храм Успения Пресвятой Богородицы на Ольшанском кладбище

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