Im August 1756 wurde auf Bitte der Mönche und der Bewohner der Dörfer Dolgoje, Budanovka, Tazovo und anderer ein Erlass zum Bau einer Pfarrkirche im Dorf Dolgoje erlassen, die den heiligen Gottesmüttern Joachim und Anna gewidmet ist. Die Kirche wurde am 24. Juni 1770 geweiht. Es war ein hölzerner Tempel in rechteckiger Form, gebaut aus verschiedenen Holzarten und rot gestrichen, weshalb sie "Rote Kirche" genannt wurde.
Nach einigen Jahren wurde beschlossen, den hölzernen Tempel durch einen steinernen zu ersetzen. Die Mittel für den Bau wurden schnell gesammelt. Der neue Tempel wurde 1852 nach einem der typischen Projekte des bekannten Architekten K. Ton errichtet, die für die Mitte des 19. Jahrhunderts charakteristisch sind. Der Bau erfolgte in zwei Phasen: Zuerst wurde der Tempel mit fünf Kuppeln gebaut, dann wurde eine Speisehalle mit einem dreigeschossigen Glockenturm angebaut. Neben dem Tempel wurde auch eine steinerne Schule errichtet.
In den 1930er Jahren wurde die Kirche geschlossen, und erst 1988 wurde sie den Gläubigen zurückgegeben. Nach mehreren Jahrzehnten der Verwahrlosung war der Tempel in einem schlechten Zustand, aber durch die Bemühungen der Gemeindemitglieder wurde er wiederbelebt. Es wurden Tonnen von Müll und Schmutz entfernt, das Dach, die Böden, die Wandmalereien, der Ikonostase und die gesamte Ausstattung des Tempels wurden restauriert. Alte Ikonen und liturgische Geräte wurden zurückgebracht. Jetzt ist die Kirche der heiligen Gerechten Gottesmutter Joachim und Anna vollständig restauriert, und im Untergeschoss wurde eine Kapelle für alle Heiligen eingerichtet.
Täglich werden im Tempel Gottesdienste abgehalten, und an Sonntagen sowie an Feiertagen finden Göttliche Liturgien und Gebete zu den Heiligen statt.
In der Nähe der Kirche baute Pater Peter Jurotschko ein Taufbecken für Menschen jeden Alters mit vollständiger Eintauchung. In der Kirche wurde eine orthodoxe Bibliothek eröffnet. Der Bau eines neuen Gebäudes ist im Gange, in dem die Sonntagsschule, das Taufbecken für Kinder und Erwachsene, eine Bibliothek mit Lesesaal, ein Archiv und ein Museum des Tempels untergebracht werden sollen.
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