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Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit in Wizinga

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Laut den Kirchenunterlagen von 1913 wurde der Pfarrer der Dreifaltigkeitskirche im Dorf Wizinga, Stefan Kuratow, am 30. März 1867 im Dorf Mezhador als Sohn des Priesters Afanasy Alexejewitsch Kuratow geboren. 1891 schloss er das Wologda Geistliche Seminar ab und wurde zum Priester der Uspenskaja Kirche im Dorf Pomozdino geweiht. Von 1891 bis 1899 unterrichtete er das Gesetz Gottes an der Dorfschule im Dorf Pomozdino und leitete die Rodzinskaja Schule für Lese- und Schreibunterricht. 1897 wurde er für seinen eifrigen pastoralen Dienst von Bischof Alexij, Wologda und Totma, mit einem Stola ausgezeichnet. Für seine Teilnahme an der Volkszählung erhielt er eine bronzene Medaille. Am 2. Juli 1899 wurde er in die Dreifaltigkeitskirche im Dorf Wizinga versetzt.

Vater Stefan Kuratow wurde am 5. August 1937 verhaftet. In dem Dokument, das die Verhaftung begründet, steht: "Kuratow S.A. organisiert unter dem Deckmantel religiöser Versammlungen Treffen in seiner Wohnung und führt kontrarevolutionäre Agitation durch. Auf seine Initiative wurde eine Liste von Gläubigen zur Eröffnung der Kirche erstellt...".

In dem Fragebogen des Verhafteten wird vermerkt, dass er bis zur Schließung der Kirche im Jahr 1930 diente. 1929 wurde er wegen Agitation gegen die Erfüllung der Brotsteuer verurteilt, 1930 wegen Nichtzahlung von Steuern, und 1933 wurde er verhaftet und gemäß Artikel 58 Punkt 10 des Strafgesetzbuches wegen "kontrarevolutionärer Tätigkeit" in Wizinga verurteilt. Die Anklageschrift vom 29. August 1937 gegen Kuratow S.A. und Mityushov A.E. lautete: "Sie haben sich nicht schuldig bekannt, kontrarevolutionäre Agitation gegen die Politik der Partei und der Regierung durchgeführt zu haben...". Am selben Tag wurde in der Sitzung der Dreiergruppe des NKWD das Urteil gefällt: "Kuratow S.A. erschießen". Am 31. August wurde das Urteil vollstreckt. Zu diesem Zeitpunkt war er 71 Jahre alt.

Die Kirche der Lebendigen Dreifaltigkeit, die einst für ihren großen Glockenturm berühmt war, galt seit 1824 als Sehenswürdigkeit des Dorfes. Sie wurde zu Beginn der 1930er Jahre von den Bolschewiken vollständig zerstört. Derzeit wurde nur eine kleine Gemeindekirche wiederhergestellt.

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Храм Святой Троицы Живоначальной в Визинге

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