Die Heilig-Dreifaltigkeitskathedrale, das zentrale Gotteshaus der Rowenker Pfarrei, wurde 1885 erbaut und ist ein architektonisches Denkmal. Die Woronежer Provinzblätter berichteten 1885, dass die Kirche im Dorf Rowenki im Oстрогожский Bezirk aus Stein mit einem Glockenturm und fünf Kuppeln gebaut wurde, mit den Seitenaltären der Barbara und Mitrophan. Im Jahr 1893 zählte die Gemeinde über 1600 Personen, und dort dienten der Priester Jewgenij Michailowitsch Alexandrow, der Diakon Georgij Alferow und der Psalmodiker I.N. Sklobowski.
Die Kirche besaß 148 Desjatinen Land. Interessant sind die Erinnerungen von Andrei Nikolajewitsch Goworow, dessen Vater 30 Jahre am Bau arbeitete. Die Enkelin von Goworow, A.P. Sumzowa, notierte, dass der Bau von dem Kaufmann der ersten Gilde Pecharew und seinem Sohn geleitet wurde, der den ersten bedeutenden Beitrag leistete. Es folgten andere bekannte Persönlichkeiten: Butow, Beloussow, Gajdukow und andere. Alle Mittel flossen zu Pecharew.
Zement gab es damals nicht, und der Mörtel für das Mauerwerk wurde aus Kalk, Wasser, Sand und Eiweiß zubereitet. Die Eier wurden in den Dörfern gesammelt, das Eiweiß ging in den Mörtel, und die Eigelb wurden zum Backen verwendet. Der Bau der Kirche dauerte 30 Jahre, und ihre Ausstattung war reich verziert. Über dem Eingang hing ein Porträt von Pecharew mit seinem Sohn. Nach seinem Tod wurde er im Umkreis der Kirche beigesetzt, wo über seinem Grab eine Kapelle errichtet wurde.
Nach 1917 wurde der Tempel geschlossen und geplündert. In der Sowjetzeit wurde er als Getreidespeicher genutzt, was ihn vor der Zerstörung rettete. In den 1930er Jahren fanden Kinder im Tempel Getreide, was ihnen half, zu überleben. Während des Krieges waren auf dem Glockenturm Maschinengewehre, und eine der Granaten beschädigte einen Teil des Gebäudes. Später wurde alles wiederhergestellt, aber der Riss blieb als Erinnerung an den Krieg. Die Gottesdienste wurden während der „Stalinischen Tauwetter“ wieder aufgenommen, jedoch nur im zentralen Teil. Der Vorraum wurde als Lager genutzt, wo in den 1980er Jahren ein Brand ausbrach.
Jetzt ist das Gebäude des Tempels den Gläubigen zurückgegeben, es finden Restaurierungsarbeiten statt, und regelmäßig werden Gottesdienste abgehalten.
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