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Die Kirche des heiligen Propheten Hosea in Karatschew (verloren)

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Im Jahr 1893 fand in Karatschew die feierliche Einweihung der renovierten Kirche statt, die dem heiligen Propheten Gottes Hosea gewidmet war. Dieses Ereignis fiel mit dem Jahrestag der wunderbaren Rettung der kaiserlichen Familie bei dem Zugunglück am 17. Oktober 1888 zusammen.

Am südlichen Rand von Karatschew, an der früher als Spasskaja bezeichneten Straße, befand sich die alte steinerne Kirche der Verklärung des Herrn, die im Laufe der Zeit verfallen war. Im Jahr 1888 wurde eine neue Kirche geweiht, und die alte begann zu zerfallen. Der Wohltäter Ivan Nikolajewitsch Kotscherkin beschloss, sie wiederherzustellen und für den Gottesdienst zu nutzen, und widmete die Kirche dem heiligen Propheten Hosea zur Erinnerung an die Rettung der kaiserlichen Familie.

Die Erzbischöfliche Verwaltung von Orjol verbot den Abriss der alten Kirche, aber aufgrund von Rissen wandte sich Kotscherkin mit der Bitte um Umbau an den Oberprokurator des Heiligen Synods. Der Synod stimmte zu, und die Arbeiten begannen.

Kotscherkin plante, die Kirche am 17. Oktober zu weihen, aber der Bischof verschob die Zeremonie, da an diesem Tag eine Liturgie in der Orjoler Kathedrale stattfand. Die Einweihung wurde auf den 31. Oktober festgelegt.

Nach der Einweihung wandte sich der Bischof mit einer Ansprache an Kotscherkin und segnete ihn mit einem Bild des Heilands. Anschließend fand in Kotscherkins Haus ein Empfang statt, an dem der Bischof, der Kommandeur der Artilleriebrigade, Vertreter des Adels und von Bildungseinrichtungen teilnahmen. Ivan Nikolajewitsch dankte allen für ihre Aufmerksamkeit und drückte seine Freude über den Abschluss des guten Werkes aus.

Den Gästen wurde ein Festmahl mit Toasts auf die Gesundheit des Kaisers und seiner Familie sowie auf alle Anwesenden angeboten. Am Abend reiste der Bischof zur Eisenbahnstation, begleitet von Geistlichen und Lehrern. Nach der Einweihung wurde in der Stadt über die Güte und Zugänglichkeit des Erzbischofs diskutiert. Zum Abschluss bemerkte der Dekan, Protopresbyter Michail Pokrowski, dass Ivan Nikolajewitsch Kotscherkin mehr als 18.000 Rubel in den Umbau der Kirche investiert hatte.

Geo-Punkt

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