Das Dorf Ust-Lyža, gelegen im Stadtbezirk Usinsk, befindet sich am linken Ufer des Flusses Pechora, an der Mündung des Flusses Lyža. Die ersten Erwähnungen des Dorfes stammen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die fischreichen lokalen Flüsse und Seen zogen die ersten Siedler an.
Laut einer Legende erhob sich einst ein Berg an der Stelle von Ust-Lyža. Diese Orte sind für ihre Schönheit bekannt. Auf dem Berg wurde eine Waldhütte gebaut, in der Reisende auf Rentieren aus den umliegenden Dörfern Halt machten und jedes Mal ausriefen: „Herr, segne diese Orte“. Im Laufe der Zeit ließen sich hier mehrere Familien nieder, die mit der Landwirtschaft begannen und den Wald für Felder rodeten. Diese Menschen waren für ihren Fleiß bekannt.
Im Jahr 1899 wurde im Dorf die Kirche des Apostels Philippus erbaut. Nebenan befand sich das Gebäude der ehemaligen Grundschule, die vom Synod verwaltet wurde. Die Bauern lernten den Gottesdienst sowie Rechnen, Schreiben und Lesen. Der Unterricht dauerte zwei Jahre, ohne Altersunterteilung. Die Kirche, wie viele andere im Norden, wurde in der Sowjetzeit geschlossen und später in einen Klub umgebaut.
Auf dem alten Friedhof des Dorfes herrscht bis heute Unordnung. Die Gräber von Geistlichen und Einwohnern zerfallen. Das Gebäude der Kirche hat sich recht gut gehalten, obwohl es Renovierungen unterzogen wurde. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf den Fluss.
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