Die Kirche des heiligen Nikolaus von Myra ist ein einzigartiges Beispiel für Architektur des späten 19. Jahrhunderts im ukrainischen Barockstil. Das Gebäude wurde aus Ziegeln errichtet und ist verputzt. Der Hauptkubus mit dem fünfseitigen Altar und dem kurzen, mit einem flacheren Dach versehenen Kirchensaal wird von einer großen Zwiebelkuppel gekrönt, die direkt auf dem Dach ohne Tambour sitzt. In der Komposition dominiert der hohe, gestufte Glockenturm mit zwei Quadern und einem großen achteckigen Glockenstuhl, der mit einer großen birnenförmigen Kuppel im ukrainischen Stil abgeschlossen ist. Die Fassaden der Kirche sind mit Pilastern, breiten Gesimsen mit Stadtbändern unten und rahmenden Fensterlaibungen mit bogenförmigen Stürzen, dekoriert mit Schlusssteinen und dreieckigen Sandriken, geschmückt. Der Glockenturm zeichnet sich durch eine üppigere Ausstattung mit typisch ukrainischen Nischen, Pilastern an den Ecken und Kokoschniks am Fuß der Kuppel aus.
Der Innenraum der Kirche ist mit einer Kuppel überdacht und durch schmale Öffnungen mit dem Altar verbunden, der ein Kastenvault mit einer facettierten Konche hat, sowie mit dem Kirchensaal, der mit einer flachen Decke versehen ist. Die Etagen des Glockenturms haben ebenfalls solche Überdachungen.
Von der inneren Dekoration sind nur Fragmente der Wandmalereien in der Kuppel der Kirche und an der Decke des Kirchensaals erhalten geblieben, wo in Grisaille-Technik Figuren von Heiligen dargestellt sind.
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