Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde im Kloster die Brüderliche Speisehalle renoviert. Im Zuge dieser Arbeiten wurde an die Speisehalle ein warmer Steintempel angebaut, der zu Ehren des heiligen Nikolaus von Myra geweiht wurde.
Nach der Sowjetzeit, als der Tempel zusammen mit der Speisehalle als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wurde, wurde am 4. Dezember 1996 das halbzerstörte Gebäude an das Kloster zurückgegeben. Im unter dem Kuppelbereich und im Altar wurde eine Bühne eingerichtet, an die Westfassade wurde ein Kabuff für den Projektor angebaut, die Fresken wurden übermalt oder abgeschlagen, die Deckenbalken waren fast verfault und das Dach leckte. In den folgenden zwei Jahren führte das Kloster eine Restaurierung der Decken, des Daches, der Fassaden, der Innenwände und der Böden des Tempels durch, bestellte Fenster- und Türblöcke, installierte eine Heizung und stellte einen Ikonostase auf. An der Nordseite wurde ein Hauptzugangsvorbau angebaut.
Am 29. November 1998 wurde der restaurierte Nikolaustempel von Erzbischof Kliment von Kaluga und Borowsk in Anwesenheit von Bischof Georgij von Ljudinowo geweiht. Von 2007 bis 2011 wurde der Tempel vollständig ausgemalt.
Der architektonische Stil des Tempels ist eine Eklektik mit russisch-byzantinischen Motiven. Der Tempel ist einschiffig und dreiteilig: Der Altar- und der Kuppelbereich gehen durch einen Bogen in den angebauten Speisesaal mit zylindrischer Gewölbe über, von wo aus man in den großen Vorraum gelangt. Der unter der Kuppel befindliche Brüderbereich ist durch ein Gitter und eine Stufe zur Solea von der Speisehalle getrennt. Die innere Ausstattung umfasst einen geschnitzten hölzernen Ikonostase mit bemalten Ikonen, geschnitzte Kioten mit Ikonen sowie vergoldete Panikadila und Wandlampen.
Derzeit finden im Nikolaustempel an Wochentagen abwechselnd mit der Verklärungskathedrale Abend- und Morgengottesdienste sowie an den Festtagen und Gedenktagen des heiligen Nikolaus am 22. Mai und 19. Dezember statt. Der Tempel ist das ganze Jahr über in Betrieb.
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