Die weiße Kirche mit goldenen und blauen Kuppeln ist ein einzigartiges architektonisches Werk des 19. Jahrhunderts.
Die heutige Kirche hatte zwei Vorgänger. Von der ersten sind leider keine dokumentarischen Zeugnisse erhalten, es ist nur bekannt, dass es sich um eine Holzkirche handelte, die einst verbrannt ist. Die zweite Kirche, ebenfalls aus Holz, wurde in Sumy in fertigem Zustand erworben und nach der Geburt Christi benannt.
Bis zur Mitte der 1820er Jahre war die Kirche baufällig, und die Dorfbewohner dachten über den Bau einer Steinkirche nach. Dieses Vorhaben konnte erst Jahrzehnte später verwirklicht werden. Die neue Kirche wurde elf Jahre lang mit Mitteln der Gemeindemitglieder gebaut, und schließlich läutete am 17. September 1862 das Glockenläuten die Dorfbewohner zum Gebet.
Die Kirche, die mit gemeinsamen Anstrengungen erbaut wurde, wurde auch zur Stolz des Dorfes, weil der Altar aus Brettern gefertigt wurde, die speziell vom Berg Athos gebracht wurden. Diese Geschichte ist mit dem Namen des Hieromönchs Gerontius verbunden, der in der Region Kursk geboren wurde und in der Kiewer Höhlenkloster ordiniert wurde, bevor er sich auf den heiligen Berg Athos zurückzog. Zu dieser Zeit wurde der Bau der Steinkirche im Dorf Ulanok abgeschlossen, und die Gemeindemitglieder wünschten sich, einen Altar aus den Bäumen zu haben, aus denen das Lebensspendende Kreuz gefertigt wurde.
Der Priester von Ulanok formulierte diese schwer erfüllbare Bitte in einem Brief an den Hieromönch Gerontius auf Athos. Die Freude der Dorfbewohner war groß, als Zypressenbretter und einige Zedern- und Tannenbretter per Schiff aus Griechenland nach Odessa und dann nach Suja geliefert wurden. So erhielt die Kirche der Geburt Christi den Altar, von dem die Ulanok-Bewohner geträumt hatten, und die verbleibenden Stücke und Späne der heiligen Bäume wurden den Gemeindemitgliedern als Andenken verteilt.
Lange Zeit erfreute die neue Steinkirche die Gemeindemitglieder, aber in den Jahren des allgemeinen Unglaubens verstummten die Glocken im Dorf Ulanok für Jahrzehnte.
Heute erklingen in der Kirche wieder Gebete. Seit zwölf Jahren stellen die Ulanok-Bewohner das Gotteshaus wieder her, beginnend im Jahr 1988 mit aktiver Unterstützung des Priesters Nikolai Hermann aus Borki. Im Juni 1997 versammelten sich die Orthodoxen erneut im Ulanok-Kirche zu einem Gottesdienst.
Derzeit finden in der Kirche Innenrestaurierungsarbeiten statt. Professionelle Restauratoren und Studenten der Charkower Akademie für Kunst und Design, die häufige Gäste im Dorf Ulanok sind, restaurieren buchstäblich Zentimeter für Zentimeter die Wandmalereien, die einst von venezianischen Meistern geschaffen wurden.
Die Kirche gewinnt nicht nur allmählich ihr ursprüngliches Aussehen zurück, sondern wird auch noch schöner. Die Kirche der Geburt Christi im Dorf Ulanok war die erste in der Region, die eine nächtliche Beleuchtung erhielt. Wer das sanfte Licht, das von der Kirche auf das schlafende Dorf strahlt, gesehen hat, wird dieses Bild für immer im Gedächtnis behalten.
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