Kljutsch, ein altes russisches Dorf, entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Bis 1928 gehörte es zum Niederdewitsker Landkreis der Provinz Woronesch. Die ersten Siedler kamen aus Jefremow und Tula, und bis 1730 hatte ihre Zahl 500 Personen erreicht. Zu dieser Zeit wurde eine Holzkirche zu Ehren der Kasaner Ikone der Gottesmutter erbaut. Die Weihe der Kirche war mit dem Erscheinen der wundertätigen Ikone an einem Brunnen verbunden, der bis heute im Dorf existiert. Der Legende nach befindet sich diese Ikone jetzt in der Kirche der Starooskolski Strelzker Siedlung.
Die Ikone wurde auf Initiative des wohlhabenden Priesters der Strelzker Kirche aus dem Dorf Kljutsch übertragen. Er wies auf die Unannehmlichkeiten hin, die mit der geringen Kapazität der Holzkirche verbunden waren, und schlug vor, einen steinernen Tempel zu bauen. Bis zu seiner Fertigstellung wurde die Ikone vorübergehend in die Strelzker Kirche gebracht. Der Bau der steinernen Kirche in Kljutsch begann 1794 und wurde 1799 abgeschlossen, wonach das Dorf unter die Verwaltung des Woronescher Bischofs fiel. Die Bewohner von Kljutsch baten um die Rückgabe der Ikone, erhielten jedoch nur die Erlaubnis zur Anfertigung einer Kopie, die bis heute verehrt wird.
Erzbischof Dmitri (Sambikin) erwähnte in Dokumenten der 1880er Jahre, dass die steinerne Kirche mit Glockenturm 1799 erbaut wurde, obwohl laut anderen Angaben dies 1803 geschah. In der Gemeinde waren 1220 Personen verzeichnet, und in der Nähe lag das Dorf Bystrina. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert waren im Dienst der Kasaner Kirche zwei Priester, ein Diakon und zwei Psalmodisten tätig. Der Kirche gehörten 39 Desjatinen Land, und in der Gemeinde gab es 244 Höhlen mit 2414 Einwohnern.
Die Kasaner Kirche war eine von vier in der Region, in der die Gottesdienste in der Sowjetzeit nur für kurze Zeit unterbrochen wurden. Offiziell wurde sie am 5. August 1940 geschlossen, aber während der Besatzung wurden die Gottesdienste wieder aufgenommen. Die Innenmalereien der Kirche wurden in der sowjetischen Zeit angefertigt. Heute gilt die Kirche als Denkmal der Geschichte und Kultur der Völker Russlands und als Objekt des kulturellen Erbes.
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