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Die Kirche der Kazan-Ikone der Gottesmutter in Kazatschja Lisiza

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Das Dorf Kazatschja Lisiza liegt auf sieben Hügeln und sieben Winden, nordöstlich der Stadt Grajvoron, an der Grenze zu den Bezirken Borisowskij und Rakitjanskij. Laut Chronik ließen sich hier 1643 die Kosaken von Chotmyzh nieder und bauten ihre Häuser am Ufer des Flusses Lisichka. Das rechte Ufer wurde als Kosaken-Seite bezeichnet, das linke als Adels-Seite.

Am linken Ufer, wo wohlhabendere Menschen lebten, wurde 1780 an der Hauptstraße eine hölzerne Kirche der Kazan-Ikone der Gottesmutter erbaut. Im Laufe ihrer Existenz wurde die Kirche zweimal umgebaut. Die Glocken, die „Zvonas“ genannt wurden, wurden in Moskau gegossen und mit Fuhrwerken ins Dorf gebracht.

Ursprünglich war die Kirche klein, mit zwei Kuppeln, aber mit dem Wachstum der Bevölkerung von Kazatschja Lisiza entstand die Notwendigkeit für einen geräumigeren Raum für die Gottesdienste. 1890 wurden zwei Seitenkapellen an die Kirche angebaut: eine nördliche und eine südliche. Das Holz für den Bau stellte Jegor Petrowitsch Jewsyukow, ein wohlhabender Mann, Eigentümer von 16 Hektar fruchtbarem Land und Wald, der kirchliche Ktitor und von den Dorfbewohnern respektiert, zur Verfügung. Das Baumaterial war von so hoher Qualität, dass die Kirche bis heute erhalten geblieben ist und die einzige überlebende Holzkirche in der Region darstellt, ein Denkmal alter Architektur.

Die Teilung der Kirche in zwei Kapellen spiegelte sich im Leben der Dorfbewohner wider: Die Bewohner der Kosaken-Seite beteten in der nördlichen Kapelle, während die Bewohner der Adels-Seite in der südlichen beteten. Selbst wenn ein Mädchen vom rechten Ufer einen Bewohner des linken Ufers heiratete, besuchte sie weiterhin ihre Kapelle. Auch Gläubige aus den umliegenden Dörfern wie Popovka, Nikitskoje und Ivanowskaja Lisiza kamen nach Kazatschja Lisiza.

Während der Kollektivierung wurde die Kirche von Kazatschja Lisiza, wie viele andere auch, geschlossen und geplündert, die Glocken wurden abgenommen. Doch während des Großen Vaterländischen Krieges nahm sie ihre Tätigkeit wieder auf: Die Glocken läuteten, die Gottesdienste begannen. Der Kirchenälteste vergrub die Werte der Kirche, damit sie nicht von den Deutschen genommen wurden. Dank dessen hat die Kirche, die bereits über zwei Jahrhunderte existiert, nicht nur ihre Wände, sondern auch den majestätischen Ikonostase bewahrt.

Bis heute werden die prächtigen, von einheimischen Handwerkerinnen gestickten Tücher, mit denen die Ikonen an Feiertagen geschmückt werden, sorgfältig aufbewahrt. Auf dem Kirchhof sind mehrere Gräber von Gemeindepfarrern erhalten geblieben, die nach alter Tradition beigesetzt wurden.

Geo-Punkt

Храм Казанской иконы Божией Матери в Казачьей Лисице

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