Der Tempel zu Ehren der Ikone der Gottesmutter "Lindere meinen Kummer" in der Kazanischen Heiligen Ambrosievskij Abtei wurde 1890 erbaut. Er wurde zusammen mit einem Altenheim für schwache und kranke Nonnen sowie einem Schwesternhaus gegründet. Daneben befand sich ein zweigeschossiges Ziegelkrankenhaus. Die Mittel für den Bau stellte Anna Perlova, die Frau eines Unternehmers und Eigentümers einer Teeabfüllfabrik aus dieser Gegend, zur Verfügung. Im Krankenhaus arbeiteten erfahrene Ärzte, die nicht nur den Schwestern, sondern auch den Einheimischen und Pilgern halfen. Im Altenheim lebten bis zu sechzig unheilbar kranke Frauen. Der Tempel wurde 1902 von dem Kaluzher Erzbischof Benjamin geweiht.
1923 wurden die Abtei und das Kloster-Altenheim geschlossen. Der Tempel wurde entweiht und teilweise zerstört, in ihm wurden nacheinander verschiedene weltliche Einrichtungen untergebracht. Nach der Rückkehr des Klosters zu den Gläubigen wurde die Kirche "Lindere meinen Kummer" als erste im Mai 1990 wiederhergestellt und geweiht.
Einige Jahre später nahm das Altenheim seine Arbeit wieder auf. Derzeit leben dort etwa 30 ältere Nonnen, von denen viele die schweren Kriegsjahre und Verfolgungen wegen ihres Glaubens überstanden haben. Diese Bewohnerinnen haben lange im Kloster gearbeitet, und jetzt, wo sie gebrechlich geworden sind, kümmern sich andere Schwestern liebevoll um sie und bemühen sich, ihre letzten Lebensjahre angenehmer zu gestalten. In den Zellen wohnen ein oder zwei Personen. Es gibt einen speziellen Raum für bettlägerige Kranke, wo rund um die Uhr Pflegekräfte im Dienst sind, um eine umfassende Betreuung zu gewährleisten. In der Kirche des Altenheims finden wöchentlich Gottesdienste statt, und die Priester spenden den bettlägerigen Schwestern in ihren Zellen die Kommunion. Das Gebäude des Altenheims ist geräumig und hell, mit hohen Decken, es ist gemütlich, es gibt viele lebende Blumen, und vor dem Eingang wurde ein Vorgarten mit Bänken zum Ausruhen angelegt. Im Altenheim gibt es einen kleinen Speisesaal, eine Waschküche und eine Hausmeisterwohnung. Die Bewohnerinnen können täglich Gottesdienste besuchen: Sie werden im Rollstuhl zur Kirche gebracht. Für diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Kirche gehen können, wird das monastische Regelwerk in den Zellen vorgelesen. Die Sterbenden erhalten die Sakramente und werden oft mit den Heiligen Geheimnissen Christi kommuniziert. Viele Schwestern haben bereits ihren irdischen Weg vollendet und sind in der Abtei eines friedlichen christlichen Todes gestorben. Für die Verstorbenen werden kollektive Gebete erhoben.
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