Das Bischöfliche Vorwerk der Kirche des Erzengels Gottes Michael befindet sich am Stadtrand von Kaluga, in Richtung Moskau, in einem relativ neuen Viertel, das das Dorf Nord, den Stadtteil Kubyaka und das im Bau befindliche Viertel Baikonur umfasst. Die Idee zum Bau der Kirche entstand aus der Notwendigkeit, ein orthodoxes Zentrum in dem neuen Stadtteil zu schaffen, der in der Sowjetzeit entstand, als das geistliche Leben keine Bedeutung hatte.
Im Jahr 1998 wandte sich eine Gruppe von Gläubigen aus dem Dorf Nord, die eine orthodoxe Kirche gründen wollten, mit der Bitte um Segen an Bischof Kliment, der diese Initiative unterstützte. 1999 wandte sich Metropolit Kliment an die Verwaltung von Kaluga mit der Bitte, Flächen für den Bau von Kirchen in den neuen Stadtteilen der Stadt, einschließlich des Dorfes Nord, bereitzustellen. Bis 2001, nach zahlreichen Abstimmungen, wurde ein Grundstück von 1 Hektar in der Distantstraße, in der Nähe des Kaufhauses, zugewiesen. Die ursprünglichen Pläne sahen den Bau eines großen Kirchenkomplexes vor, der eine Kirche zu Ehren des Erzengels Gottes Michael, ein Gebäude der Sonntagsschule, einen Glockenturm und Wirtschaftsgebäude umfassen sollte.
Am 5. Februar 2001 wurde durch Beschluss des Diözesanrates offiziell die Gemeinde des Erzengels Gottes Michael gegründet, und im Mai desselben Jahres erhielt sie die staatliche Registrierung. Da der Bau der Kirche erhebliche Mittel und Zeit erfordert, wurde beschlossen, mit dem Bau des Gemeindehauses mit einem Versammlungssaal zu beginnen. Hier sollten Gottesdienste für die Bewohner des Viertels abgehalten werden. Der Bau wurde von der Kaluger Diözese von 2002 bis 2005 durchgeführt. Im September 2006 wurde der Priester Konstantin Komarov zum Leiter des Vorwerks ernannt. Zu seinem Eintreffen war das Gebäude ohne Innenausbau und Versorgungsleitungen fertig. Am 27. Mai 2007 fand im Gemeindehaus, mit dem Segen von Metropolit Kliment, die erste Göttliche Liturgie statt, mit der das gottesdienstliche Leben der Kirche begann. Heute führt die Gemeinde eine vollwertige kirchliche Tätigkeit durch, es werden regelmäßig Gottesdienste und kirchliche Zeremonien abgehalten. Mit den Kräften der Gemeinde wird der Innenausbau des Kirchenhauses abgeschlossen und der Bau einer neuen Kirche geplant.
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