Auf dem hohen und felsigen linken Ufer des Flusses Zusha, an der Stelle der ehemaligen kleinen Festung von Mzensk, steht der Tempel. Im 16. und 17. Jahrhundert war er die Kathedrale des männlichen Peterklosters, eines der ältesten in der Region Orjol. Der Legende nach wurde das Kloster im 12. Jahrhundert gegründet, jedoch ist es wahrscheinlicher, dass dies zu Beginn des 16. Jahrhunderts geschah, als Mzensk 1500 Teil des Moskauer Staates wurde.
Laut dem Katasterbuch von Mzensk aus dem Jahr 1625 gab es im Peterkloster zwei hölzerne Tempel: die Kirchen von Peter und Paul und die Einführung der Heiligen Gottesmutter mit einer Kapelle des Heiligen Propheten Elias, die mit Mitteln des ersten Zaren aus der Romanow-Dynastie, Michael Fjodorowitsch, erneuert wurden. Neben den Kirchen befanden sich Zellen, in denen der Abt und die Mönche lebten. In den 1670er Jahren baute der Hofbeamte S. V. Ragozin im Kloster eine steinerne Kathedrale mit sieben Kuppeln zur Einführung der Heiligen Gottesmutter mit drei Altären: zur Einführung der Gottesmutter, der Heiligen Peter und Paul und des Heiligen Propheten Elias. Wahrscheinlich wurde zu dieser Zeit die zweite hölzerne Klosterkirche abgerissen. 1694 wurde das Peterkloster an einen neuen Ort weiter flussabwärts der Zusha verlegt, wo es unter dem Namen Petropawlowsk weiter bestand, während die Einführungskirche zur Pfarrkirche wurde. Der Glockenturm wurde an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert erbaut. Vor dem Ersten Weltkrieg war geplant, an der Einführungskirche eine Einsiedelei zu errichten, die dem Petropawlowsk-Kloster zugeordnet werden sollte, aber diese Pläne wurden nicht verwirklicht.
Der Tempel wurde in den 1930er Jahren geschlossen, und während der Besetzung von Mzensk nutzten die Deutschen ihn als Stall. Er wurde nach dem Großen Vaterländischen Krieg 1947 wieder eröffnet. Auf dem Kirchhof sind vier Grabplatten aus weißem Stein aus der ersten Hälfte des 16. und der Mitte des 17. Jahrhunderts erhalten geblieben, die von der Kunsthistorikerin T. A. Timaschewa entdeckt wurden. Eine der Platten trägt die Inschrift: „Im Jahre 7164 (1656) am 18. Tag des Januars starb der Diener Gottes Ivan Stefanowitsch Ragozin im Kloster als Schemamonch Jew.“
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