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Olga Stepanowna Chochlowa

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Olga Stepanowna Chochlowa, bekannt auch als Olga Ruiz-Picasso, wurde am 17. Juni 1891 in Nischin, Russisches Kaiserreich, geboren und starb am 11. Februar 1955 in Cannes, Frankreich. Sie war eine russische Ballerina, trat in der Truppe des "Russischen Balletts" von Diaghilew auf, wurde die erste Frau von Pablo Picasso und die Mutter seines ältesten Sohnes Paulo.

Olga wurde in eine Familie des Obersten der Russischen Kaiserlichen Armee, Stepan Vasilievich Chochlow, und seiner Frau Lydia Zinchenko geboren. Ihr Traum, Ballerina zu werden, entstand nach einem Besuch in Frankreich und dem Ansehen einer Aufführung von Madame Schrössont. Olga erhielt ihre Ausbildung an einer privaten Ballettschule in Petersburg.

Ab 1915 begann sie im "Russischen Ballett" von Sergei Diaghilew zu tanzen. Am 18. Mai 1917 trat Olga bei der Premiere des Balletts "Parade" im Théâtre du Châtelet auf. Dieses Ballett wurde von Sergei Diaghilew, Erik Satie und Jean Cocteau geschaffen, während Pablo Picasso für die Kostüme und Dekorationen verantwortlich war. Nach ihrer Bekanntschaft mit Picasso reiste sie mit ihm nach Barcelona, wo der Künstler sie seiner Familie vorstellte. Seine Mutter war zunächst besorgt über die Entscheidung ihres Sohnes, eine Ausländerin zu heiraten, und Picasso malte ein Porträt von Olga in spanischer Tracht, um sie zu beruhigen. Später kehrten sie nach Paris zurück und begannen ihr gemeinsames Leben in der Rue Boti.

Am 18. Juni 1918 heirateten Olga und Pablo in der orthodoxen Kathedrale Alexander Newski in Paris. Bei der Hochzeit waren Jean Cocteau und Max Jacob als Zeugen anwesend. Nach der Heirat nahm Olga den Nachnamen Picasso an und gab auf Drängen ihres Mannes ihre Ballettkarriere auf.

Am 4. Februar 1921 wurde das Paar Eltern eines Sohnes, Paulo. Doch ab 1927 begannen sich ihre Beziehungen zu verschlechtern. Im selben Jahr begann Picasso eine Affäre mit der 17-jährigen Französin Marie-Thérèse Walter. 1935 erfuhr Olga von dieser Affäre und dass Marie-Thérèse ein Kind erwartete. Sie brach sofort die Beziehungen zu Picasso ab und reichte die Scheidung ein, wobei sie ihren Sohn Paulo mitnahm. Picasso weigerte sich jedoch, das Vermögen zu teilen, wie es ihr Ehevertrag vorsah, weshalb Olga bis zu ihrem Tod seine rechtmäßige Frau blieb. Sie wurde in Cannes beigesetzt.

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