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Nikolai Nikolajewitsch Chodotow

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In der Geschichte des russischen Theaters sind viele Namen herausragender Schauspieler erhalten geblieben, die zu ihrer Zeit Publikumslieblinge waren und außergewöhnliche Leistungen zeigten. Einer dieser Schauspieler war Nikolai Nikolajewitsch Chodotow, dessen Schicksal ebenso kompliziert war wie das des zwanzigsten Jahrhunderts. Er wurde in eine arme Familie eines Hausberaters geboren, und obwohl seine Eltern nichts mit der Kunst zu tun hatten, interessierte sich Nikolai schon in seiner Kindheit für das Theater. Die ersten Kenntnisse erwarb er an der Gymnasium in Petrosawodsk, wo seine Eltern lebten, und zog dann mit ihnen nach Kronstadt. Dort schloss er seine Ausbildung ab und galt bereits als talentierter Amateur-Schauspieler, strebte jedoch nach mehr. 1895 trat Nikolai Nikolajewitsch in die Dramatischen Kurse unter der Leitung des bekannten Schauspielers und Regisseurs Wladimir Nikolajewitsch Dawydow ein, wonach er begann, im berühmten Alexandrinski-Theater zu arbeiten.

Die Karriere von Chodotow verlief erfolgreich. Er zog die Aufmerksamkeit der herausragenden Schauspielerin Wera Fjodorowna Komissarshzewskaja auf sich, die ihn in seiner künstlerischen Entwicklung unterstützte und bis zu ihrem Tod freundschaftliche Beziehungen zu ihm pflegte. Dank seines Talents erhielt Nikolai Nikolajewitsch zahlreiche Rollen, trat in der Hauptstadt auf und tourte durch andere Städte, beteiligte sich an der Gründung des Neuen Theaters und schrieb mehrere Stücke. Sein Erfolg war offensichtlich, und der Titel des verdienten Künstlers der Kaiserlichen Theater wurde zum Höhepunkt seiner vorrevolutionären Karriere. Nach den Ereignissen von 1917 entschied sich Chodotow, in Petrograd zu bleiben, und arbeitete weiterhin im ehemaligen Alexandrinski-Theater. Obwohl sich das Repertoire änderte, blieb er mehr als zehn Jahre auf der Bühne. Erst 1929 verließ er das Theater, hatte den Titel eines verdienten Künstlers der RSFSR und trat noch in zwei Filmen auf.

Nikolai Nikolajewitsch starb am 16. Februar 1932 im Alter von 53 Jahren, nachdem er die Erschütterungen nicht ertragen konnte. Zunächst wurde er auf dem Smolensker orthodoxen Friedhof beigesetzt und später im Nekropolis der Meister der Künste umgebettet.

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