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Gästehaus in Tambow

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Seit der Gründung der Tambower Festung gab es am Eingang von der Moskauer Straße in die Stadt einen Marktplatz, der sich bei der Nikolausbrücke über den Fluss Studenets befand. Im Jahr 1786 wurde hier ein hölzernes Gästehaus erbaut, und 1788 wurde unter der Leitung des Leiters des Tambower Gouvernements G.R. Derzhavin anstelle der alten Brücke eine steinerne errichtet. Nach einem Brand wurde das Gästehaus beschädigt, und ab 1824 begannen die Kaufleute, die keine geeigneten Handelsplätze im Zentrum hatten, für den Bau neuer Handelsreihen aus Ziegeln zu plädieren und boten dafür ihre Mittel an.

Es war geplant, dass das neue Gästehaus mit der Fassade zur Znamenskaya Straße (heute Oktjabrskaya) ausgerichtet sein würde. Die Kaufleute hielten jedoch eine solche Lage für ungünstig, da das Gebäude "rückwärts" zum alten Gästehaus stehen würde, was für Händler und Käufer Unannehmlichkeiten schaffen würde. Sie schlugen vor, es in einer Linie mit dem alten entlang der Straße zu bauen, die von der steinernen Brücke führt. Das Projekt wurde geändert, und 1836 begann der Bau des Komplexes von Läden. Der westliche Teil des Kathedralenplatzes verwandelte sich in einen großen Marktplatz mit zahlreichen Handelsreihen, einem Jahrmarkt und temporären Läden.

Die Gästehäuser, die zu dieser Zeit in russischen Städten erbaut wurden, dienten dank ihrer künstlerischen Qualitäten als Schmuckstück. Das Gästehaus in Tambow mit einer mächtigen Kolonnade, die das schwere Gebälk stützt, und einem acht Säulen umfassenden Portikus in der Mitte wirkte ausdrucksvoll und monumental.

Dennoch sind Stadtbau- und Architekturhistoriker der Meinung, dass das Erscheinen des neuen Handelskomplexes die Komposition des Stadtzentrums verschlechterte. Erstens befand sich die Kathedrale hinter dem Gästehaus. Zweitens wurden die Anlieferung und Lagerung von Waren nun auf dem Hauptplatz der Stadt durchgeführt. Um den Wirtschaftshof zu verbergen, wurde er in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von öffentlichen Gebäuden umgeben.

Während des Großen Vaterländischen Krieges wurden in den Räumlichkeiten des Gästehauses Lastwagen repariert, und 1956 wurde es nach dem Entwurf des Architekten V.G. Samorodov rekonstruiert. Damals wurde das Gebäude, in dem das GUM untergebracht wurde, durch einen Anbau erweitert und von einem zweigeschossigen in ein einstöckiges umgewandelt. Für die Gestaltung der Innenräume wurden Künstler aus der Hauptstadt eingeladen.

Geo-Punkt

Гостиный двор в Тамбове

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