Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwarben A. G. Prosvirkin und M. N. Litwinow das Anwesen der Kaufmannsfamilie Sinizyn und errichteten 1909-1910 an dessen Stelle ein Hotel im Jugendstil. Das Projekt wurde von Ingenieur M. Furmanov entworfen, der das Bauunternehmen „M.N. Litwinow und Co.“ leitete. In seiner Arbeit wandte er amerikanische Methoden für den Bau von Stahlbetongebäuden an. Dies war das erste Gebäude in Woronesch, das mit einem Lastenaufzug ausgestattet war.
In den Jahren 1910-1912 übernahmen S. K. Govsepian und O. O. Tuteloglu die Leitung des Hotels, die „Bristol“ und das gleichnamige Restaurant schnell populär machten.
Der Bürgerkrieg veränderte die Situation: Das Hotel wurde zum Hauptquartier des Militärrats, dann zum Hauptquartier des 3. Kubanischen Kavalleriekorps und der 10. Schützendivision. In dieser Zeit besuchte der bekannte Schriftsteller A. P. Gaidar das Gebäude.
In den 1930er Jahren erhielt das Gebäude erneut den Status eines Hotels, verlor ihn jedoch während des Krieges wieder. Es beherbergte Schriftsteller, Journalisten und andere „Schaffende der Feder“.
Nach dem Krieg widmete sich der Architekt G. V. Zdebchinski der Wiederherstellung des Gebäudes. Es gelang ihm, das frühere äußere Erscheinungsbild zu bewahren, was durch das Fehlen von Mitteln für eine umfassende Umgestaltung begünstigt wurde.
Heute befinden sich im „Bristol“ hauptsächlich Büros verschiedener Unternehmen.
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