Der GMK „Erbe“ ist ein museumspädagogischer und memorialer Komplex, der zwei historische Gebäude umfasst: das Haus der Starikows, das im Mai 1953 als erstes aus dem Überflutungsgebiet verlegt wurde und sich in der Sowetskaja Straße 39 befindet, sowie ein Holzhaus in der Sowetskaja Straße 38A, das früher als Kaufmannshaus bekannt war. In den frühen 1950er Jahren beherbergte dieses Haus das städtische Kino und die Kinderbibliothek. Das Museum wurde 1997 gegründet, um das historische Erbe von Stavropol zu bewahren, das aufgrund des Baus des Kuibyschewer Wasserkraftwerks verlegt wurde.
Die Hauptaufgabe des Museumskomplexes besteht darin, das historische Erbe, das mit der Verlegung von Stavropol im Zusammenhang steht, zu bewahren, zu erforschen und zu popularisieren. Das Museum zeigt die Veränderungen der Kulturlandschaft von Stavropol in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts und analysiert die materielle Welt des Menschen sowie die symbolische Bedeutung des Lebensraums. Durch materielle Denkmäler und Bilder zeigt das Museum das Bild einer Umbruchzeit und bewahrt die Verbindung zwischen dem modernen Togliatti und dem verschwundenen Stavropol.
Der Fundus des Museums umfasst 11.466 Objekte, von denen der Hauptbestand 9.474 Objekte und der wissenschaftlich-hilfsweise Bestand 1.992 Objekte umfasst. Die Sammlungen des Museums beinhalten „Dokumente“, „Bildende Kunst“, „Kleidung. Stoffe“, „Möbel“, „Numismatik. Bonistik. Phaleristik“, „Gegenstände der angewandten Kunst, des Alltags und der Ethnographie“, „Technikgegenstände“, „Seltene Bücher“, „Philokartie. Philatelie“ und „Fotodokumente“. Die meisten historischen Alltagsgegenstände sind typische Dinge der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die die Atmosphäre der Stavropoler Häuser der 1950er Jahre widerspiegeln.
Jährlich besuchen über 4.000 Menschen das Museum. Es gibt eine ständige Ausstellung „Die alte neue Stadt: die Geschichte eines Hauses“, die einen Wendepunkt im Leben der Stadt erzählt und das Aussehen eines typischen Hauses eines Stavropolers aus der Mitte des letzten Jahrhunderts nachbildet. Den Besuchern wird der Film „Stavropol. Unterbrochene Geschichte“ gezeigt, der auf Fotografien und Filmchroniken basiert.
Die ständige Ausstellung „Ein Tag im Leben der Stadt S.“ lädt die Besucher ein, in die Atmosphäre eines typischen Hauses einer Provinzstadt der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einzutauchen. Die Exponate der Ausstellung geben Einblicke in das Leben, den Alltag und die Gewohnheiten der Bewohner des Hauses. Fotografien illustrieren die Mode, Frisuren und Beschäftigungen der Menschen jener Zeit. Für Kinder werden interaktive Programme angeboten.
Es werden auch temporäre und mobile Ausstellungen organisiert, die sich mit einzelnen Aspekten der Geschichte der Stadt und herausragenden Bürgern befassen.
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