Informationen zum Gebäude
Das städtische Anwesen Spiridow, Rjuchardt und später die Heilanstalt O.G. von Schiman wurde im 19. Jahrhundert erbaut und ist ein wichtiges Objekt des kulturellen Erbes und ein historisches Denkmal. Der architektonische Komplex wurde von S. Woskresenski und W. Kossow entworfen.
Im 18. Jahrhundert befanden sich hier große Adelsanwesen, darunter die Besitztümer von A.A. Gontscharow und den Fürsten Chowanjski. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begannen die Anwesen, in kleinere Parzellen aufgeteilt zu werden, und ihre Besitzer wechselten häufig. Das Anwesen Spiridow befand sich auf dem Gebiet, das in der Mitte des 18. Jahrhunderts A.F. Chowanjski gehörte.
Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts befand sich hier das Anwesen von M.G. Spiridow, einem bekannten Historiker des russischen Adels. Später erwarben es die Eheleute Rjuchardt, und dann mietete der Arzt O. von Schiman das Anwesen, um hier eine Privatklinik zu eröffnen. Zu den Patienten gehörten der Ehemann und der Bruder von Marina Zwetajewa sowie die Brüder Efron. In der Sowjetzeit wurde das Gebäude als Tuberkulose-Dispensar genutzt.
Im Brand von 1812 brannten alle Holzgebäude des Viertels Zayauzja nieder. Neue Gebäude entstanden in den Jahren 1817-1818. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts behielt die Bebauung ihren herrschaftlichen Charakter, der bis heute nahezu unverändert geblieben ist und die Atmosphäre Moskaus des späten 19., frühen 20. Jahrhunderts bewahrt hat. Das Anwesen ist eines der am besten erhaltenen Besitztümer.
Das Anwesen hat sich endgültig aus drei historischen Parzellen (Nr. 358-360) gebildet, die den nordwestlichen Teil des Hofes des Fürsten A.F. Chowanjski bildeten. Im Jahr 1753 standen hier fünf kleine einstöckige Gebäude. In den 1770-1780er Jahren befand sich hier der Hof des Obersekretärs des Senats A.I. Terjajew.
Im Zentrum des Anwesens stand ein großes Holzhaus, wahrscheinlich das Hauptgebäude des Anwesens. Westlich und nordwestlich davon befanden sich zwei weitere Holzgebäude und ein Teich. In der nordöstlichen Ecke des Hofes stand ein steinernes L-förmiges Gebäude mit einer Scheune und einem Wagenhaus, symmetrisch dazu ein Holzflügel.
Von den 1790er bis zu den 1810er Jahren lebte der Senator M.G. Spiridow mit seiner Familie und Bediensteten im Anwesen. Im Jahr 1795 wurde der Bau von zwei kleinen Holzflügeln genehmigt, die auf dem Plan von 1796 zu sehen sind.
Im Jahr 1818 wurde das Anwesen, das P.I. Chelyschew gehörte, in zwei Teile geteilt und an Kaufleute verkauft. Die Eigentümer waren E.D. Fedulova, A.I. Petuchova, F.A. Chatykov und A.I. Tichomirov, der 1894 den Hof an F.K. Rjuchardt verkaufte.
In den Jahren 1897-1898 baute die Eigentümerin im Zentrum des Hofes ein zweigeschossiges Steinhaus im Jugendstil mit Elementen der Neugotik und des Neoklassizismus. Das Projekt wurde von S.F. Woskresenski entworfen. Im Jahr 1900 wurde eine steinerne Terrasse angebaut und ein Metallzaun installiert. Bis heute ist ein Abschnitt des Zauns aus dem Jahr 1900 erhalten geblieben.
Im Jahr 1910 verkaufte F.K. Rjuchardt die Besitztümer an E.I. Mak-Gil, die sie an den Arzt von Schiman zur Nutzung als Heilanstalt vermietete. Alle Gebäude wurden den Bedürfnissen der Heilanstalt angepasst. Ab dem 2. August 1914 wurde die Heilanstalt Teil des Evangelischen Feldlazaretts des Roten Kreuzes. Nach der Revolution befand sich hier ein Antituberkulose-Dispensar.
Umbau und Restaurierung
Das Anwesen befand sich lange Zeit in einem kritischen Zustand, und im Jahr 2016 begannen die Restaurierungsarbeiten. Bis Anfang 2018 wurde das Anwesen vollständig restauriert.
Im Zuge der Restaurierung wurden die Kupferdächer, die Treppengeländer, die Brüstungen und die Stuckdekorationen der Fassaden und Innenräume wiederhergestellt. Die Gewölbe der Keller und die Holzfenster wurden renoviert. Die Eingänge wurden mit Füllungstüren geschmückt.
Die Innenausstattung besteht aus Metlakh-Fliesen, Eichenparkett und Marmor. Auch die schmiedeeisernen Zäune und Tore wurden rekonstruiert.
Derzeit ist das Anwesen Spiridow, Rjuchardt restauriert und verschönert die Stadt.
Aktuelle Nutzung
Jetzt befindet sich hier das Wissenschaftlich-Praktische Zentrum für Medizinische Radiologie, und das Gebäude 4 wird von einer Rettungsstation gemietet.
Die bestehenden Gebäude umfassen das Hauptgebäude, Wohnflügel und Dienstgebäude.
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